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Höhere Unfallgefahr für selbstfahrende Autos

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.11.2015

Selbstfahrende Autos sind häufiger in Unfälle verwickelt als Fahrzeuge mit Fahrer. Das zeigt eine Studie der Universität von Michigan. Allerdings handelt es sich überwiegend um Auffahrunfälle ohne Verletzte und in den meisten Fällen wurden die Unfälle von konventionellen Fahrzeugen verursacht. Erhoben wurden die Daten in Kalifornien.

Zehn Hersteller testen bereits selbstfahrende Autos. Die Unfallgefahr der fahrerlosen Vehikel beschäftigt nicht nur die Anbieter der Kfz-Versicherung, sondern auch die Wissenschaft. Eine aktuelle Studie der Universität von Michigan hat der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) zufolge nun gezeigt, dass Fahrzeuge ohne Fahrer rein statistisch häufiger in Unfälle verwickelt sind als von Menschen gelenkte Autos.

Selbstfahrende Autos nicht unfallfrei

Laut den Ergebnissen sind selbstfahrende Autos pro einer Million gefahrener Meilen beziehungsweise 1,6 Millionen Kilometern in elf Unfälle verwickelt. Meist handelt es sich dabei um Auffahrunfälle, die von den Unfallgegnern verursacht werden. Von den fahrerlosen Fahrzeugen wurde keiner der Unfälle selbst verschuldet. Die Studienautoren vermuten, dass selbstfahrende Autos mit ihrem korrekten Verhalten im Straßenverkehr andere Verkehrsteilnehmern überraschen und es daher häufiger kracht. Genaue Muster für die Unfallursachen sind allerdings wissenschaftlich noch nicht belegt. Frontalzusammenstöße beobachten die Forscher nicht. Auch sei es seltener zu Unfällen mit schweren Verletzungen der Fahrzeuginsassen gekommen.

Ergebnisse noch nicht auf Realität übertragbar

Die Studie weist einige Probleme auf, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse betrifft. Zum einen befinden sich die selbstfahrenden Autos noch im Testbetrieb. Eine Million gefahrener Meilen würden nach Einschätzung des FAZ-Korrespondenten Winand von Petersdorff-Campen noch kein abschließendes Urteil über die Unfallgefahr durch selbstfahrende Autos erlauben. Es sei zudem zu vermuten, dass die Hersteller die teuren Prototypen nicht den vollen Gefahren des Verkehrs aussetzen würden. Zudem stammten die Testergebnisse vor allem aus dem Sonnenstaat Kalifornien. Aufschluss über die Unfallgefahr auf verschneiten und glatten Straßen gibt die Studie daher nicht.

Hinzu kommt der schwierige Vergleichsmaßstab. Die Forscher gehen davon aus, dass die Fahrer konventioneller Autos nicht alle Unfälle mit Bagatellschäden anzeigen. Sie haben daher zusätzliche Unfälle angenommen.

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