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Smart Meter: Stromzähler kosten bis zu 100 Euro

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.08.2015

Künftig sollen intelligente digitale Stromzähler in deutschen Haushalten Einzug halten. Die sogenannten Smart Meter sind ein wichtiger Baustein der technischen Aufrüstung im Rahmen der Energiewende – jedoch auch nicht gerade günstig. Die Bundesregierung will den Einbau der neuen Stromzähler vorantreiben, allerdings nicht um jeden Preis.

Schrittweise sollen neue digitale Stromzähler in Deutschland eingeführt werden. Die Kosten für die sogenannten Smart Meter müssen private Haushalte selbst übernehmen – mit bis zu 100 Euro wird der Einbau der intelligenten Zähler wohl zu Buche schlagen, bei Unternehmen können es bis zu 200 Euro sein. Dies berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf einen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegenden Arbeitsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für ein „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“.

Smart-Meter-Einbau soll sich für Verbraucher über kurz oder lang rechnen

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) muss den Einbau der Smart Meter nach EU-Vorgaben vorantreiben. Digitale Stromzähler sollen bewirken, dass Verbraucher und Wirtschaft mehr Energie sparen und Strom zu günstigeren Tarifen erhalten. Auf diese Weise sollen sich die zu Beginn für den Einzelnen anfallenden Ausgaben für den Einbau der intelligenten Messsysteme über die Zeit für die Verbraucher rechnen. Nach Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums soll ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom jedoch nach Einbau des neuen Zählersystems nur etwa 15 Euro im Jahr sparen.

Digitaler Stromzähler ab Verbrauch von 60.000 kw/h jährlich verpflichtend

Der Arbeitsentwurf sieht vor, dass Netzbetreiber wie beispielsweise Stadtwerke bis zu einer Obergrenze von 6.000 Kilowattstunden (kw/h) Verbrauch in Privathaushalten selbst entscheiden können, ob Smart Meter bei ihren Kunden verwendet werden sollen oder nicht. Liegt der Stromverbrauch allerdings oberhalb dieses Grenzwerts, etwa bei Gewerbetreibenden und größeren Haushalten, soll der Einbau der modernen Messgeräte verpflichtend ein.

Einbau der intelligenten Zähler nicht um jeden Preis

Auch wenn sich der Einbau der intelligenten Zähler über kurz oder lang für den Verbraucher in puncto Stromkosten rechnen sollte, dürfen die anfänglichen Kosten bei der Einführung der neuen Technik nicht zu hoch ausfallen. „Es darf kein Rollout um jeden Preis geben“, heißt es im Arbeitsentwurf zu den Einbaukosten für Smart Meter. Gabriel wolle laut „FAZ“ dafür sorgen, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Für den Einbau eines digitalen Stromzählers dürfte Otto-Normalverbraucher mit einem Stromverbrauch von bis zu 60.000 kw/h jährlich nur zwischen 23 Euro bis zu 60 Euro berechnet werden – bei Großverbrauchern etwa 100 Euro mehr.

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