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So viel Wohnfläche benötigen die Deutschen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.09.2015

Die Deutschen beanspruchen immer mehr Wohnfläche. Die Quadratmeteranzahl, auf der ein Durchschnitts-Bundesbürger residiert, ist im Laufe der vergangenen 20 Jahre konstant angestiegen. Der demografische Wandel treibt diese Entwicklung weiter voran. Denn mit dem Alter steigt auch der Bedarf an Wohnfläche.

Auf 46,2 Quadratmeter Wohnfläche lebte der Durchschnitts-Deutsche im Jahr 2013. Im Vergleich zu vor gut 20 Jahren benötigen die Bundesbürger erheblich mehr Platz. So mussten 1991 noch 36,1 Quadratmeter pro Person ausreichen. Diese Zahlen gehen aus einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor.

Steigender Bedarf an Wohnfläche lässt ländliche Gegenden hoffen

Die durchschnittliche Wohnfläche wird nach den Prognosen des IW auch in Zukunft anwachsen. Die Experten gehen von einem Zuwachs von 0,6 Prozent pro Jahr aus, sodass 2030 jeder Deutsche im Schnitt 51,5 Quadratmeter Platz für sich beanspruchen dürfte. Zwischen alten und neuen Bundesländern gibt es dabei Unterschiede. In Westdeutschland wird die durchschnittliche Wohnfläche laut IW-Berechnung pro Kopf auf 52,4 Quadratmeter steigen, in Ostdeutschland auf 46,7 Quadratmeter. Ralph Henger, Mitautor der Studie,  hofft darauf, dass die steigende Pro-Kopf-Wohnfläche die Wohnungsmärkte in ländlichen Gegenden stabilisieren wird. Dafür sind seiner Meinungen aber auch Anstrengungen erforderlich: „Der demografische Wandel stellt gerade Regionen, deren Bevölkerung schrumpft, vor große Herausforderungen. Denn dort steigen das Leerstandsrisiko und der Investitionsbedarf in den Wohnungsbestand.“

Ältere Menschen haben mehr Platz

Wie viel Platz jemand benötigt ist auch eine Altersfrage: Während sich Minderjährige mit 30,5 Quadratmeter begnügen müssen, residieren Senioren ab 80 Jahren auf durchschnittlich 63,7 Quadratmeter. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass mit dem Alter auch das Einkommen steigt, sodass auch Baufinanzierung oder Mieten für größere Wohnungen und Häuser gestemmt werden können. Zum anderen bleiben viele ältere Menschen in Familienhäusern oder großen Wohnungen allein zurück, wenn die Kinder ausziehen oder der Partner stirbt. Angesichts einer alternden Gesellschaft, die sich an immer mehr Platz gewöhnt, einer steigenden Zahl an Single-Haushalten und der anhaltenden Wohnungsnot in den begehrten Großstädten werden sich die Deutschen auf Dauer in ihren Wohngewohnheiten wohl umstellen müssen.  

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