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Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung nutzen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.12.2012

Der 30. November ist der Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung. Wer das Datum verpasst, kann aber noch sein Sonderkündigungsrecht nutzen. Die Bedingung dafür ist, dass einer der Vertragspartner einseitig die Bedingungen verändert. Eine Preiserhöhung genügt da schon. Wichtig ist die Einhaltung der einmonatigen Kündigungsfrist.

Wer die Kündigungsfrist zum 30. November verpasst, kann unter Umständen noch das Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung nutzen. So müssen Fahrzeughalter nicht unbedingt bis zum nächsten Jahr warten, um den alten Vertrag aufzulösen und den Anbieter zu wechseln. Doch was sind die Bedingungen dafür?

Grundlage 1: Einseitige Vertragsveränderungen

Im Grunde verhält es sich ganz einfach - ein Vertragspartner verändert einseitig die Bedingungen des Versicherungsvertrages. Erklärt beispielsweise der Anbieter der Autoversicherung, dass er seine Preise erhöhen wird, ist es sofort möglich, die Gesellschaft zu wechseln. Das Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung räumt den Kunden nach Eingang der angekündigten Preiserhöhung einen Monat Zeit für die Auflösung des Vertrages ein.

Zusätzlich ist es möglich, die Police rückwirkend zu kündigen, wenn das Schreiben erst im Januar eintrifft. Dann können Fahrzeughalter den Wechsel rückwirkend zum 31. Dezember des Vorjahres durchführen. Die Monatsfrist ist aber unbedingt einzuhalten, denn nach Ablauf dieser Zeit erklärt der Versicherte automatisch seine Zustimmung zu den neuen Vertragskonditionen.

Weitere Grundlagen: Fahrzeugwechsel, Schadensfall und nicht bezahlte Beiträge

Neben einer Preiserhöhung, die sicherlich die häufigste Grundlage für das Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung ist, gibt es noch zwei weitere mögliche Auslöser. Wer sich ein neues Fahrzeug kauft, hat ebenfalls die Gelegenheit, trotz Vertragsbindung seine Autoversicherung aufzulösen und einen neuen Anbieter zu wählen. Auch ein Schadensfall ermöglicht die außerordentliche Kündigung des Vertrages.

Im Gegenzug ist es der Versicherungsgesellschaft ebenso erlaubt, vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen, wenn der Kunde seine Leistungen nicht erfüllt. Wer also seine Beiträge nicht bezahlt, kann sehr schnell seinen Versicherungsschutz verlieren.

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