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Sparmotive: Deutsche sparen primär fürs Alter

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.12.2014

Sparen wird trotz anhaltend niedriger Zinsen wieder attraktiver. Düstere Konjunkturerwartungen fördern das Sparen aus Angst. Wichtigstes Sparmotiv der Bundesbürger ist derzeit die Altersvorsorge. Die aktuell niedrigen Zinsen haben offenbar wenig Einfluss auf die Sparbereitschaft der Deutschen.

Die Deutschen sparen vor allem, um im Alter abgesichert zu sein. Einer jüngst veröffentlichten Umfrage zum Sparverhalten der Deutschen im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen zufolge, ist Altersvorsorge für knapp zwei Drittel der Befragten das wichtigste Sparmotiv. Mit knapp 64 Prozent liegt der Wert für diesen Grund auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren.

Schlechte Konjunkturerwartungen führen zu Angst-Sparen

Den Grund für die gestiegene Sparbereitschaft sieht der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder, in eher pessimistischen Zukunftserwartungen. „Durch die trüben Konjunkturaussichten findet ein verstärktes Angst-Sparen statt“, erklärte Zehnder. „Geld unter das Kopfkissen zu legen, ist selbst bei Mini-Zinsen eben keine Alternative.“

Sparmotive der Deutschen

Auf das wachsende Sicherheitsbedürfnis deutet auch der Anstieg derjenigen hin, die sparen, um Wohneigentum zu kaufen oder zu renovieren. Mit 54 Prozent liegt dieses Sparmotiv auf Platz drei. Dies markiert einen Zuwachs von acht Prozentpunkten gegenüber der vorangegangenen Umfrage im Sommer 2014.

Niedrigzins hält Deutsche nicht vom Sparen ab

Konsum und geplante Anschaffungen sind trotz eines Rückgangs um sechs Prozentpunkte nach wie vor ein wichtiges Sparmotiv. Mit 59 Prozent liegt es in der aktuellen Umfrage auf dem zweiten Platz. Generell scheint das niedrige aktuelle Zinsniveau wenig Einfluss auf das Sparverhalten der Deutschen zu haben. Knapp 73 Prozent der Befragten gaben an, ihr Sparverhalten künftig nicht zu ändern. Der Anteil derjenigen, die in Zukunft mehr sparen möchten, stieg sogar um zwei Prozentpunkte auf 8,3 Prozent.

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