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Sparen bringt kaum Rendite – macht aber glücklich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.09.2015

Die Deutschen sind offenbar ein Volk unbelehrbarer Sparer. Diesen Schluss legt eine aktuelle Studie nahe. Trotz dauerhaft niedriger Zinsen bevorzugen sie immer noch festverzinsliche Anlageformen und verzichten auf die bessere Rendite, die sich beispielsweise mit Fonds erzielen lässt. Erstaunlich viele macht das wenig rentable Sparen sogar richtig glücklich.

Trotz niedrigem Zinsniveau ist das klassische Sparen nach wie vor die beliebteste Anlageform bei den Bundesbürgern. Zu diesem zwar nicht neuen, aber angesichts des anhaltenden Zinstiefs doch überraschenden Ergebnis kommt laut einem Bericht der „Welt“ eine jüngst veröffentlichte Umfrage der Targobank.

Sicherheit wichtiger als Rendite bei Wahl der Anlageform

Immer noch setzen demzufolge 28 Prozent der Anleger auf Tagesgeld oder Sparbücher. Den Deutschen ist Sicherheit offenbar wichtiger als eine gute Rendite, die sich mit festverzinslichen Anlageformen derzeit nicht erzielen lässt. Die große Sicherheitsorientierung deutscher Anleger bestätigt auch der „Sparerkompass 2015“der Bank of Scotland. Bei der vom Marktforschungsinstitut Forsa erstellten Untersuchung gaben fast 90 Prozent der Befragten an, dass für sie der Schutz ihrer Ersparnisse im Falle einer Pleite des Anlageanbieters wichtig sei. Die Höhe der Rendite war hingegen für weniger als ein Drittel der Befragten ein wichtiger Aspekt bei der Geldanlage.

Sparen ist eine emotionale Angelegenheit

Ein Grund für Verzicht auf höhere Renditen ist sicherlich darin zu sehen, dass sich ein nicht unerheblicher Teil der Deutschen in Sachen Geldanlage überfordert fühlt, wie die Targobank-Umfrage ergab. Allerdings scheint der ausgeprägte Hang der Bundesbürger zum Sparen teilweise auch Selbstzweck zu sein. Bei einer weiteren Forsa-Umfrage im Auftrag der RaboDirect-Bank sagten 81 Prozent der Teilnehmer, dass ihnen Sparen ein gutes Gefühl gebe. Mehr als die Hälfte der Befragten gab sogar an, dass Sparen sie glücklich mache. Dass Sparen eine emotionale Angelegenheit ist, bestätigt Jan Delhey, Soziologe und Glücksforscher von der Jacobs University in Bremen. Zwar sorge Konsum für Glücksmomente – allerdings nur kurzfristig. „Wer spart, hat dafür aber länger etwas vom Glück“, so der Wissenschaftler.

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