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Sparquote stabil – aber viele Junge sparen nicht

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.08.2016

Wie viel die Deutschen monatlich sparen, zeigt eine aktuelle Datenerhebung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Die Sparquote liegt stabil bei knapp zehn Prozent, im Durchschnitt wird sogar mehr gespart als im vergangenen Jahr. Das gilt allerdings nicht für die jüngere Altersgruppe: Hier spart fast jeder Vierte gar nichts.

Regelmäßig Geld auf das Tagesgeldkonto überweisen und etwas für schlechte Zeiten zurücklegen – das scheint bei vielen jungen Menschen aktuell nicht besonders im Trend zu liegen. Trotz stabiler Sparquote fällt demnach auf, dass viele 20- bis 39-Jährige gar nicht sparen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, geht dies aus einer aktuellen Datenerhebung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) hervor.

23 Prozent der jungen Leute sparen monatlich nichts

Wie die von TNS-Infratest erhobenen Daten zeigen, sind 23 Prozent der 20- bis 39-jährigen Befragten Nichtsparer. Bei den 40- bis 59-Jährigen sind es 17 Prozent, bei den über 60-Jährigen 18 Prozent. Jene Jüngeren, die doch monatlich sparen, halten sich auch bei der Höhe der Beträge im Vergleich zu den Älteren eher zurück: 18 Prozent legen weniger als 50 Euro zur Seite. Mehr als 500 Euro sparen monatlich 6 Prozent der jüngeren Altersgruppe, bei den 40- bis 59-Jährigen sind es mit 12 Prozent doppelt so viele.

BVR fordert Stärkung der privaten Altersvorsorge

Vor diesem Hintergrund fordert der BVR laut "Handelsblatt"-Bericht von der Bundesregierung, die private Altersvorsorge zu stärken. Denn es sei wichtig, damit schon in jungen Jahren anzufangen, auch wenn in diesem Alter noch kein großes Einkommen vorhanden sei.

Insgesamt wird mehr gespart: Sparquote bei knapp 10 Prozent

Immerhin sind die Deutschen insgesamt am Sparen interessiert. Erst kürzlich hatte eine Meinungsumfrage gezeigt, dass sich viele Bundesbürger sogar durch die Niedrigzinsen nicht davon abhalten lassen. Das zeigt auch die aktuelle Erhebung des BVR: Die Sparquote liegt demnach stabil bei etwas unter zehn Prozent – ungeachtet der vielen Sparverweigerer unter den Jüngeren. Durchschnittlich schafft es jeder Deutsche, 216 Euro monatlich zu sparen. Im Vorjahr waren es noch 201 Euro im Monat.

Alleinerziehende beim Sparen im Nachteil

Alleinerziehende jedoch haben es laut BVR meist schwer, monatlich so viel zu sparen, wie sie es eigentlich möchten. Laut der Untersuchung kommen sie im Durchschnitt nur auf 36 Prozent der angestrebten Summe. Paare ohne Kind hingegen sind ihrem Ziel deutlich näher: Sie erreichen 84 Prozent davon.

 

Quelle: Handelsblatt

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