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Staat erwirtschaftet 21 Milliarden Euro Überschuss

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.08.2015

Die solide Arbeitsmarktentwicklung, gute Konjunktur und niedrige Zinsen haben dem deutschen Staat einen Überschuss von mehr als 21 Milliarden Euro in die Kassen gespült. Auch wenn in der zweiten Jahreshälfte strukturbedingt geringere Einnahmen zu erwarten sind, scheint das erklärte Ziel von Finanzminister Schäuble – die „schwarze Null“ – auch 2015 erreichbar.

Die öffentlichen Haushalte übertreffen Wolfgang Schäubles (CDU) Zielvorgabe der „schwarzen Null“ in der ersten Jahreshälfte deutlich. Wie das Statistische Bundesamt jüngst mitteilte, erwirtschafteten Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen im ersten Halbjahr 2015 einen Überschuss von insgesamt 21,1 Milliarden Euro.

„Schwarze Null“ zum Jahresende sehr wahrscheinlich

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt, also der deutschen Wirtschaftsleistung, bedeutet dieser Überschuss ein Plus von 1,4 Prozent. Die Bundes-Statistiker erklärten zwar, dass sich von den Halbjahresergebnissen nur begrenzt Rückschlüsse auf den Finanzierungssaldo für das gesamte Jahr schließen ließen. Üblicherweise fallen die Einnahmen der öffentlichen Haushalte in der zweiten Hälfte des Jahres strukturbedingt niedriger aus. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass der Staat 2015 das zweite Jahr in Folge einen Überschuss erzielt. Im vergangenen Jahr lag das Plus bei 0,3 Prozent. Bereits von einigen Tagen hatte Bundesfinanzminister Schäuble einem Bericht des „Spiegel“ zufolge verlauten lassen, dass er allein in der Kasse des Bundes für dieses Jahr mit einem Überschuss von möglicherweise fünf Milliarden Euro rechne. Die „schwarze Null“ dürfte demzufolge auch zum Jahresende noch stehen.

Verschiedene Gründe für den Überschuss

Die Gründe für den neuerlichen Überschuss sind vielfältig. „Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung konnten damit weiter von einer günstigen Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer moderaten Ausgabenpolitik profitieren“, erklärte das Statistische Bundesamt die Zahlen. Neben der positiven Arbeitsmarktentwicklung, die vor allem für steigende Einkommenssteuereinnahmen sorgte, trugen auch Sondereinnahmen aus der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen zum Überschuss bei. Zudem profitierten die öffentlichen Haushalte nach wie vor von der anhaltenden Niedrigzinsphase: Die Zinskosten für Kredite fielen niedriger aus als ursprünglich geplant und tragen so zum Haushaltsplus bei.

Deutsche Wirtschaft gewinnt erneut an Fahrt

Gleichzeitig hat die deutsche Wirtschaft zwischen April und Juni erneut an Fahrt gewonnen: Den Zahlen der Behörde zufolge stieg das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2015 um 0,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte die deutsche Wirtschaftsleistung bereits um 0,3 Prozent zugelegt. Grund für den erneuten Anstieg waren in erster Linie der stärkere Konsum der deutschen Verbraucher sowie gestiegene Ausfuhren.

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