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Steigende Inflationsrate – greifen EZB-Maßnahmen?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.04.2015

Die Inflationsrate ist im vergangenen Monat leicht angestiegen. Ob es sich dabei bereits um eine Folge der geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank handelt, ist jedoch fraglich. EZB-Präsident Draghi ist dennoch zufrieden und rechnet damit, dass die Inflation zum Ende des Jahres Fahrt aufnehmen wird.

Die Inflation im Euroraum ist ersten Schätzungen der Statistikbehörde Eurostat zufolge im März leicht gestiegen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, geht Eurostat von einem Anstieg der Inflationsrate um 0,2 Prozent auf minus 0,1 Prozent im März aus.

Inflationsrate im Februar noch bei minus 0,6 Prozent

Im Januar – vor der Ankündigung der großangelegten Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) – hatte die Inflationsrate in der Eurozone noch bei minus 0,6 Prozent gelegen. Seit Anfang März hat die EZB öffentliche Anleihen für rund 52 Milliarden Euro gekauft. Durch diese auch Quantitative Easing (QE) genannte Maßnahme soll Inflation im Euroraum angekurbelt werden.

Ölpreis verantwortlich für Anstieg der Inflationsrate

Die aktuelle leichte Aufwärtsentwicklung der Inflationsrate geht allerdings nicht auf die Anleihenkäufe der EZB zurück, sondern in erster Linie auf den Ölpreis. Nach einer rasanten Talfahrt zu Beginn des Jahres ist der Preis für Rohöl im März deutlich weniger stark gefallen als in den Vormonaten. EZB-Präsident Mario Draghi zeigt sich dennoch optimistisch. Er erwarte, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten zunächst noch sehr niedrig oder sogar im negativen Bereich bleiben werde. Zum Jahresende hin dürfte sie jedoch allmählich ansteigen, sagte Draghi in einer Rede vor dem Europäischen Parlament.

Niedrige Inflation sorgt für geringe Lebenshaltungskosten

Verbraucher profitieren sowohl von der negativen Inflation als auch teilweise von der Geldpolitik der EZB. Dank negativer Teuerungsrate waren die Lebenshaltungskosten in den vergangenen Monaten rückläufig. Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB sorgten dafür, dass Kredite derzeit zu sehr günstigen Konditionen erhältlich sind. Gleichzeitig erhalten Sparer allerdings nur noch niedrige Zinsen für Ihre Geldanlagen.

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