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Einspruch gegen den Steuerbescheid oft erfolgreich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.08.2015

Wer gegen seinen Steuerbescheid Einspruch erhebt, hat gute Aussichten auf Erfolg. 2014 erreichten zwei Drittel der Steuerzahler mit ihrer Beanstandung tatsächlich eine Korrektur der Forderungen durch den Fiskus. Wer mit dem Einspruch keinen Erfolg hat, kann gegen das Finanzamt klagen. 62.000 Steuerpflichtige haben dies im Vorjahr getan.

67,8 Prozent der im vergangenen Jahr abgearbeiteten Einsprüche gegen den Steuerbescheid führten zumindest teilweise oder vorläufig zum Erfolg. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesfinanzministeriums hervor. 4,23 Millionen Steuerzahler erhielten 2014 Rückmeldung auf ihren Einspruch. In 2,87 Millionen Fällen hatte das Finanzamt den Steuerbescheid tatsächlich korrigiert.

Korrektur des Steuerbescheids setzt nicht zwingend Berechnungsfehler voraus

Dies sei aber nicht immer auf Fehler bei der Berechnung der Steuerschuld zurückzuführen, betont das Ministerium. Oft würden Steuerzahler mit ihrem Einspruch überhaupt erst eine Steuererklärung abgeben oder die nötigen Belege einreichen. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Steuerpflichtige keine oder nur eine unvollständige Erklärung abgegeben und die Finanzbehörde daraufhin seine Steuerlast geschätzt hat.

Weniger Steuerzahlen legten Einspruch ein

Insgesamt war die Zahl der Einsprüche 2014 rückläufig. Im vergangenen Jahr gingen laut Bundesfinanzministerium 3,47 Millionen Beanstandungen bei den Ämtern ein. Dies sind gut 18 Prozent weniger als 2013. Ende Dezember 2014 warteten noch 2,88 Millionen Steuerzahler auf eine Rückmeldung zu ihrem Einspruch. Ihre Verträge waren bis zum Jahresende noch unbearbeitet.

Einspruch als erster und einfachster Schritt zur Beanstandung

Der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) ermutigt Steuerzahler angesichts der aktuellen Zahlen, ihren Steuerbescheid kritisch zu prüfen. Bei nicht nachvollziehbaren Abweichungen von der Steuererklärung könne Einspruch erhoben werden. Wenn der Einspruch nicht erfolgreich ist, haben Steuerzahler die Möglichkeit, gegen das Finanzamt zu klagen. Diese Option wurde 2014 62.000 Mal in Anspruch genommen. Da dieser Schritt mit hohen Verfahrenskosten verbunden sein kann, muss abgewägt werden, ob sich eine Klage tatsächlich lohnt – zumindest, wenn keine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist.

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