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Steuerzahlergedenktag in diesem Jahr am 12. Juli

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.07.2016

Der Steuerzahlergedenktag, der alljährlich vom Bund der Steuerzahler ermittelt wird, gibt Aufschluss darüber, bis zu welchem Datum der durchschnittliche Bundesbürger arbeiten muss, um alle seine Steuern und Abgaben zu zahlen. Im internationalen Vergleich ist Deutschland damit spät dran.

Der Steuerzahlergedenktag wird in jedem Jahr vom Bund der Steuerzahler bestimmt und markiert den Tag im Jahr, bis zu dem der durchschnittliche Steuerzahler theoretisch nur für Steuern und Abgaben gearbeitet hat. Im Jahr 2016 fällt er auf den 12. Juli.

Bund der Steuerzahler: Von einem Euro bleiben rund 47 Cent

Von einem Euro Gehalt bleiben nach Berechnungen des Bunds der Steuerzahler nur 47,1 Cent übrig, über die der Arbeitnehmer frei verfügen kann. 20,8 Cent werden für Sozialabgaben fällig, also zum Beispiel für die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). 32,1 Cent muss der durchschnittliche Bundesbürger für Steuern und ähnliche Abgaben zahlen, zum Beispiel Lohn- und Einkommensteuer oder Mehrwertsteuer. Aus den Berechnungen ergibt sich auch, dass die Steuerzahler im Durchschnitt länger als sechs Monate arbeiten müssen, um den Betrag zu verdienen, den Sie für Steuern und Abgaben zahlen.

Deutscher Steuerzahlergedenktag relativ spät

Im internationalen Vergleich liegt der Steuerzahlergedenktag in Deutschland relativ spät im Jahr. In Großbritannien ist der „Tax Freedom Day“ bereits am 3. Juni, in den USA sogar schon am 24. April. Doch auch in der Bundesrepublik war dieser Zeitpunkt in vergangenen Jahrzehnten deutlich früher im Jahr erreicht: In den 1960er Jahren arbeiteten die Bundesbürger bereits ab Ende Mai für ihr Girokonto statt für den Fiskus, in den 1970ern immerhin noch in der ersten Junihälfte. Der Bund der Steuerzahler hat außerdem in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, dass die Bundesbürger immer unzufriedener mit der Abgaben- und Steuerlast werden: 86 Prozent der Befragten empfanden diese als zu hoch. Im März 2015 waren nur 63 Prozent dieser Ansicht. 77 Prozent empfinden ihre individuelle Belastung durch Steuern und Abgaben als zu hoch.

Quellen: Welt, Bund der Steuerzahler

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