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Stromsperre für immer mehr Haushalte

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.11.2014

Seit mehr als zehn Jahren wird Strom stetig teurer. Diese Entwicklung führt zu wachsenden sozialen Problemen in der Bevölkerung, wie ein aktueller Bericht der Bundesnetzagentur zeigt: Im Jahr 2013 konnten immer mehr Menschen ihre Stromrechnungen nicht bezahlen. Als Konsequenz erhielten rund 350.000 Haushalte eine Stromsperre – ein Trend oder ist für 2015 Besserung in Sicht?

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Bundesbürger, die ihre Stromrechnung aufgrund von steigenden Strompreisen nicht zahlen konnten, erneut angestiegen: 344.798 Haushaltskunden wurde 2013 vorübergehend der Strom gesperrt, zitiert der „Spiegel“ einen aktuellen Monitoring-Bericht der Bundesnetzagentur. Im Jahr zuvor waren es noch 23.000 Stromsperren weniger.

Mahnungen und Stromsperren nehmen zu

Weiterhin stieg 2013 zudem die Anzahl der Mahnverfahren wegen ausstehender Stromrechnungen: Knapp eine Million mehr Mahnungen wurden vergangenes Jahr im Vergleich zu 2011 ausgesprochen. Damit drohte fast sieben Millionen Menschen eine Stromsperre. Stromlieferer haben das Recht, die Versorgung von Privathaushalten mit elektrischer Energie einzustellen, wenn Rechnungen trotz Mahnverfahren über einen längeren Zeitraum nicht bezahlt werden. Jedoch muss eine Stromsperre immer in einem angemessenen Verhältnis zur ausstehenden Rechnung stehen und darf keinesfalls die Gesundheit von Kindern oder Kranken gefährden.

Wachsende soziale Probleme durch steigende Strompreise

Dass immer mehr Menschen Probleme mit ihrer Stromrechnung haben, liegt vermutlich zum größten Teil an den massiv steigenden Strompreisen. Im Laufe der letzten zwei Jahre hatten die Strompreise erneut angezogen und seit 2002 haben sich die Kosten für Energie aus der Steckdose sogar fast verdoppelt. Der Stromvergleich lohnt sich mehr denn je, um den Anbieter zu finden, der Kunden den besten Tarif für deren individuelle Nutzungsgewohnheiten bieten kann.

Preissenkungen für 2015 in Sicht?

Für das kommende Jahr könnte sich eine leichte Entspannung auf dem Strompreismarkt einstellen. Laut Bundesnetzagentur kam der Ausbau erneuerbarer Energien wie etwa Solaranlagen oder Land-Windräder gut voran. Auch beim Ausbau des deutschen Stromnetzes wurden große Fortschritte verzeichnet, mittlerweile konnte knapp ein Viertel der geplanten rund 1.856 Kilometer der EnLag-Trassen fertig gestellt werden.

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