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Studie: Anleger setzen verstärkt auf Sicherheit

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.02.2016

Aktuell ist für Anleger laut einer Studie die Sicherheit bei einer Geldanlage besonders wichtig. Sie stellt das ausschlaggebende Entscheidungskriterium dar. Flexibilität und hohe Rendite sind weit weniger zentral. Dementsprechend werden sichere Anlageformen wie Sparbücher bevorzugt.

Laut einer Studie im Auftrag der Gothaer Asset Management AG wünschen sich immer mehr Anleger vor allem Sicherheit von einer Geldanlage. Bei der im Januar 2016 vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführten Umfrage mit 1.003 Bundesbürgern nannte mehr als die Hälfte der Befragten Sicherheit als entscheidendes Kriterium. Ein Jahr zuvor hatten das noch deutlich weniger Teilnehmer angegeben.

Sicherheit als Hauptkriterium bei der Geldanlage

Bei der Befragung Anfang 2015 war für 43 Prozent der Befragten die Sicherheit das entscheidende Kriterium bei Geldanlagen. Ein Jahr später nun wünschen sich das bereits 54 Prozent der Anleger, nur 31 Prozent wollen vor allem eine flexible Anlage. Eine hohe Rendite ist sogar nur für acht Prozent wichtig.

Das gestiegene Sicherheitsbedürfnis wirkt sich auch auf die bevorzugten Anlageformen aus: 48 Prozent der Befragten bevorzugen trotz niedriger Zinsen das Sparbuch, auch Bausparverträge und Lebensversicherungen sind beliebt. Die Kapitallebensversicherung als Anlageform wurde von 34 Prozent gewählt – 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Immobilien haben ebenfalls zugelegt: 30 Prozent der Befragten legen auf diese Weise an – das sind 5 Prozent mehr als 2015. Wer bei der Anlage doch auf Fonds setzt, bemüht sich um eine größere Streuung: 16 Prozent der Befragten investieren in sechs oder mehr Fonds, im vergangenen Jahr taten das nur 9 Prozent.

Anleger sind besorgt

Das große Bedürfnis nach Sicherheit lässt sich auch mit den Ängsten der Anleger begründen: 63 Prozent der Befragten befürchten eine starke Inflation. 2015 waren nur 55 Prozent dieser Ansicht. 52 Prozent sind besorgt, dass ihre Geldanlagen keine ausreichende Altersvorsorge darstellen. Besonders groß ist diese Sorge bei der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen. 39 Prozent der Befragten haben außerdem Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone.

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