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Studie: Interesse an Finanzwissen variiert

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.04.2016

Bekanntermaßen ist bei einigen Menschen das Finanzwissen ausgeprägter als bei anderen. Doch auch das grundsätzliche Interesse daran ist nicht bei jedem gleich. Im Rahmen einer Studie wurden nun deutschlandweit Menschen dazu befragt. Es zeigte sich: Je nach Alter oder auch Region wird in Deutschland der Themenkomplex als unterschiedlich relevant angesehen.

Mehr als die Hälfte der Deutschen interessiert sich für Finanzwissen. Faktoren wie Wohnort und Alter lassen diesen Wert jedoch variieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Studie des Meinungsforschungsinstituts GfK, die von der AVL Finanzvermittlung in Auftrag gegeben wurde.

Ältere, Besserverdienende erachten Finanzwissen häufiger als relevant

Für die Studie befragte die GfK deutschlandweit 1.088 Personen ab 14 Jahren. Rund 56 Prozent der Befragten bescheinigten sich selbst ein Interesse an Finanzwissen. Ein höheres Einkommen führt laut Studie auch zu größerem Interesse. Auch das Alter der Befragten scheint hier einen Einfluss zu haben: So zeigten ganze 87 Prozent der befragten 14- bis 19-Jährigen keinerlei Interesse für Finanzthemen, allerdings ist in dieser Altersgruppe im Normalfall auch noch kein höheres Einkommen vorhanden.

Gleichzeitig sprach sich im Rahmen der Befragung eine Mehrheit von 80 Prozent für eine ausgeprägtere Finanzbildung in Deutschland aus. Besonders viele Teilnehmer sahen hier vor allem Lehrer an öffentlichen Schulen in der Verantwortung, doch auch entsprechend spezialisierten Lehrenden an den Hochschulen sowie Vertretern aus der Finanzbranche sprachen sie hier eine wichtige Rolle zu.

Regionale Unterschiede: Mehr Interesse in neuen Bundesländern

In den neuen Bundesländern ist laut Umfrage das Interesse an Finanzwissen mit beinahe 62 Prozent im Schnitt höher als in den alten Bundesländern mit 54 Prozent. Besonders hoch ist das Interesse in den neuen Bundesländern mit einem Wert von 80 Prozent in Sachsen, Hamburg weist laut Studie ebenfalls einen derart hohen Anteil interessierter Bürger auf. Auch bei den einzelnen Finanzthemen zeigten sich Unterschiede: So erachtete ein Drittel der Befragten die Altersvorsorge als besonders relevant, es folgten mit je 25 Prozent die Geldanlage sowie private Versicherungen. Während sich in den neuen Bundesländern nur etwa 8,5 Prozent für Immobilien interessierten, lag dieser Anteil in den alten bei immerhin 16 Prozent.

Quelle: Wirtschaftswoche

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