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Studie: Kinder bekommen weniger Taschengeld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.08.2015

Eltern scheinen sich in puncto Taschengeld für Kinder einig zu sein: Sie zahlen dem Nachwuchs geringere Zuwendungen als noch im Vorjahr. Doch obwohl Kindern in Deutschland weniger Taschengeld zur Verfügung steht, halten sie ihr Geld eisern zusammen und sparen für größere Anschaffungen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Untersuchung

2015 gibt es in Deutschland trotz zuletzt kräftiger Lohnsteigerungen bei vielen Eltern weniger Taschengeld für Kinder als im vergangenen Jahr, so ein Resultat der KidsVerbraucheranalyse 2015 im Auftrag des Kinder- und Jugendzeitschriftenverlags Egmont Ehapa Media.

Taschengeld-Limit erreicht?

Mädchen erhalten der Untersuchung zufolge durchschnittlich 25,93 Euro, Jungs 26,75 Euro monatlich von ihren Eltern zur freien Verfügung gestellt. Grundsätzlich steige zwar die Höhe des Taschengelds für Kinder mit zunehmendem Alter, dennoch ist in der aktuellen Analyse ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. „Vielleicht ist ein Limit erreicht“, versucht Ralf Bauer, Markt- und Mediaforschungsleiter bei Egmont Ehapa, gegenüber der der „Westfälischen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) diese Entwicklung zu erklären.

Nachwuchs verfügt über zweieinhalb Milliarden Euro

Das monatliche Taschengeld ist für Kinder jedoch nicht die einzige Einnahmequelle: Bargeschenke beispielsweise zum Geburtstag oder zu Weihnachten summieren sich im Durchschnitt auf fast 190 Euro im Jahr pro Kind. Außerdem stecken 63 Prozent der Großeltern und anderen Verwandten dem Nachwuchs immer wieder mal einen kleinen Schein zwischendurch zu. Hochgerechnet können die mehr als fünfeinhalb Millionen Kinder in Deutschland rund zweieinhalb Milliarden Euro ausgeben. Durchschnittlich hat jedes Kind 738 Euro auf dem Sparbuch, einem eigenen Tagesgeldkonto oder in manchen Fällen auch im Sparschwein liegen. Die kleinen Verbraucher sind, wie auch schon in den Jahren zuvor, weiterhin sparsam.

Taschengeld für Kinder: Es wird fleißig für größere Anschaffungen gespart

Zwei Drittel der Kinder legen der Untersuchung zufolge größere Sparziele fest, um sich den Wunsch vom eigenen Computer oder dem eigenen Handy zu erfüllen. Doch auch für Kleinigkeiten wird Geld ausgegeben: „Das sind die Süßigkeiten zwischendurch, das Lesefutter, also die Zeitschriften, Magazine, Comics, jetzt im Sommer das Eis, Getränke und auch Snacks unterwegs“, erläutert Bauer gegenüber dem Radiosender „MDR Info“.

Die KidsVerbraucheranalyse wird bereits seit 20 Jahren einmal jährlich vom Egmont Ehapa Verlag durchgeführt, um mehr über das Konsumverhalten minderjähriger Verbraucher zu erfahren. Die Studie gilt als eine der größten Stichproben auf diesem Gebiet.

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