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Studie bestätigt: Männer sparen mehr als Frauen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.11.2015

Das Klischee, dass Frauen nicht mit Geld umgehen können, hält sich hartnäckig. Eine aktuelle Studie bestätigt nun: Frauen sparen tatsächlich weniger als Männer. Dies könnte allerdings auch ganz pragmatische Gründe haben und nicht auf die größere Konsumfreude des weiblichen Geschlechts zurückgehen. Geldinstitute brauchen viele Deutsche Sparer übrigens nicht: Sie horten ihre Rücklagen lieber zu Hause.

Frauen sparen weniger als Männer. Dieses langgehegte Vorurteil wurde nun durch eine repräsentative Umfrage der Norisbank bestätigt, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet.

Geschlechterklischees oder Einkommensungerechtigkeit – keine Angaben zu Spargründen

Demnach würden Männer monatlich im Schnitt 201 Euro sparen, Frauen hingegen nur 128 Euro. Dieser deutliche Unterschied dürfte nicht allein auf die häufig angeführten Klischees Shopping-wütiger Damen und Kaufentscheidungen rational abwägender Männer zurückzuführen sein. So sieht die „FAZ“ einen möglichen Grund für die niedrigere Sparrate darin, dass Frauen in vielen Fällen immer noch ein deutlich geringeres Einkommen haben als Männer. Im Durchschnitt sparen die Bundesbürger 166 Euro im Monat.

Volk der Sparer verzichtet nicht selten auf Banken

Dass die Deutschen trotz niedriger Zinsen ein Volk der Sparer sind, haben bereits zahlreiche Studien gezeigt. Laut Norisbank-Umfrage besitzt beinahe die Hälfte der Deutschen ein Sparbuch oder ein Sparkonto, jeweils ein Drittel verfügt über einen Bausparvertrag oder ein Tagesgeldkonto als Anlageformen, die angesichts des Zinstiefs wenig Rendite bringen. Ein etwas rentableres Festgeldkonto besitzen hingegen nur 15 Prozent. Interessant ist allerdings, dass etwa jeder Dritte seine Rücklagen überhaupt nicht anlegt beziehungsweise das Geld zur Bank bringt, sondern einfach zu Hause hortet.

Primär kurz- und mittelfristige Sparziele

Darum, das eigene Geld zu vermehren, geht es dem Großteil der Bundesbürger also nicht. Dass klassische Spareinlagen aktuell kaum Rendite bringen, sei den meisten Befragten durchaus bewusst. Allerdings waren zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass Sparen auch bei geringen Zinsen sinnvoller sei als das Geld in unnötigen Konsum zu stecken. Die Sparziele der Bundesbürger sind in erster Linie kurz- oder mittelfristig. Häufigster Grund zum Sparen ist mit 38 Prozent die Finanzierung des nächsten Urlaubs. Knapp ein Viertel der Sparer legt Geld für den Kauf eines Autos oder eines Motorrads zurück. Auf Platz 3 der Sparziele der Deutschen liegt eine neue Wohnungseinrichtung oder -renovierung. 

Vorsorge gewinnt mit höherem Alter an Bedeutung

Allerdings legte auch ein Viertel der Befragten Geld für die private Altersvorsorge zurück. Auffällig sind beim Thema Altersvorsorge allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Unter den 18- bis 34-Jährigen sparen lediglich 18 Prozent für das Alter. Dabei könnte gerade diese Altersgruppe durch einen frühzeitigen Einstieg in die Altersvorsorge bereits durch vergleichsweise geringe monatliche Rücklagen für ein gesichertes Auskommen im Alter sorgen. Je näher der Ruhestand rückt, desto mehr gewinnt Vorsorge allerdings offenbar an Bedeutung. In der Altersgruppe bis 49 Jahren bildet der Studie zufolge immerhin gut ein Viertel Rücklagen fürs Alter, bei den Befragten bis 69 Jahren war es beinahe jeder Dritte.

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