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Studie: Makler von privaten Vermietern geschätzt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.06.2016

Haben Makler ausgedient? Das vor einem Jahr eingeführte Bestellerprinzip hat den Mietmarkt stark verändert. Viele gewerbliche Vermieter verzichten mittlerweile auf die Zusammenarbeit mit professionellen Immobilienvermittlern, um die anfallenden Gebühren zu sparen. Bei den privat vermietenden Eigentümern sieht das Ganze jedoch etwas anders aus, wie eine Studie nun zeigt.

Trotz des Bestellerprinzips wollen viele Privateigentümer in Sachen Vermietung offenbar nicht auf Makler verzichten – das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag von ImmobilienScout24. Im Rahmen der Umfrage wurden im Mai 2016 mehr als 1.000 privat vermietende Immobilieneigentümer befragt.

Viele private Vermieter setzen nach wie vor auf Makler

Die befragten Vermieter nannten verschiedene Gründe, warum sie nach wie vor mit einem Makler zusammenarbeiten. Ein Großteil der Eigentümer, nämlich 57,6 Prozent, gab als Vorteil an, dass dieser sich um die gesamte Transaktion kümmert. 50,3 Prozent wussten zudem zu schätzen, dass der Makler den regionalen Vermietungsmarkt gut kennt. 42 Prozent entscheiden sich deshalb für den Makler, weil dieser bereits eine Vorauswahl unter den potenziellen Mietern oder Käufern trifft.

Neue gesetzliche Regelung stellt Makler vor Herausforderungen

Die Veränderungen, die das Bestellerprinzip auf dem Mietmarkt verursachte, erfordern beispielsweise mehr Flexibilität seitens der Makler bezüglich der angebotenen Dienstleistungen, wenn diese am Markt bestehen wollen. So zeigen die Ergebnisse der Umfrage auch, dass Leistungspakete, die individueller als üblich gestaltet sind und aus denen die Kunden zwischen unterschiedlichen Konditionen wählen können, häufig besonders geschätzt werden. Zudem hätten jedem vierten Eigentümer zufolge die Makler – möglicherweise aufgrund des gestiegenen Drucks durch das Bestellerprinzip – das Entgelt für ihre Leistungen reduziert.

Private Vermieter sehen Bestellerprinzip gemischt

Die befragten Vermieter sehen das Bestellerprinzip mit gemischten Gefühlen: So sind 49,9 Prozent der Meinung, dass dieses weitestgehend oder sogar vollständig praxisuntauglich ist. 59,2 Prozent sind zudem der Auffassung, dass das Modell das größte Problem auf dem Mietmarkt, nämlich den Wohnungsmangel in Großstädten, nicht beheben kann. 15,3 Prozent der privat vermietenden Eigentümer glauben jedoch an einen positiven Effekt des Gesetzes: So habe es das Potenzial die sogenannten „schwarzen Schafe“ unter den Maklern vom Markt zu vertreiben.

Quelle: ImmobilienScout24

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