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Studie: Schlechtes Wetter trübt Finanzmärkte

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.11.2015

Schlechtes Wetter drückt nicht nur die Laune, sondern beeinflusst auch die Finanzmärkte negativ. Das hat eine Studie auf dem Gebiet der Behavioral Finance ergeben. Wissenschaftler der Stanford University verglichen Wetterdaten mit dem Verhalten von Analysten und fanden heraus, dass deren Empfehlungen maßgeblich vom Wetter beeinflusst werden.

Trübes Wetter schlägt grundsätzlich auf die Stimmung. Dass es aber auch die Finanzmärkte negativ beeinflusst, überrascht vielleicht zunächst. Dabei sind die Ergebnisse einer Studie im Bereich Behavioral Finance an der Stanford Graduate School of Business und der University of Minnesota durchaus naheliegend, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet. Schließlich werden die Finanzmärkte von Menschen beeinflusst – und die wiederum sind je nach Wetter unterschiedlich produktiv und risikofreudig.

Finanzmärkte sind wetterfühlig

Behavioral Finance oder auch Verhaltensökonomie erforscht das Verhalten von Menschen in wirtschaftlichen Situationen. In der aktuellen Studie hat das Team um Professor Ed de Haan sich mit der Frage beschäftigt, wie sich das Wetter auf die Finanzmärkte auswirkt. Dafür analysierten die Forscher über acht Jahre hinweg das Verhalten von 5.456 Analysten in 139 verschiedenen Städten. Die über 600.000 gesammelten Marktbeobachtungen wurden dann mit den dazugehörigen Wetterdaten des Ortes und des jeweiligen Moments verglichen. Dabei wurden Bewölkungsgrad, Windstärke und Regen in Betracht gezogen. Das Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Analyst eine Kaufempfehlung ausspricht, sinkt bei schlechtem Wetter um bis zu 18 Prozent. Das wiederum sorgt für langsamere und geringere Kursreaktionen als bei gutem Wetter.

Behavioral Finance: Leichte Depressionen bremsen Finanzentscheidungen

Auch andere Studien haben ergeben, dass trübes Wetter leichte Depressionen auslösen kann. Dadurch verringert sich die Konzentrationsfähigkeit und Menschen werden insgesamt langsamer und lethargischer. Dazu passen die Ergebnisse der Studie aus Stanford: Nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen sind die Handelsvolumina der Wertpapiere eines Unternehmens an sonnigen Tagen deutlich höher als an regnerischen. Denn nicht nur die Finanzexperten lassen sich vom Wetter beeinflussen – auch die Anleger selbst sind besser gelaunt und damit optimistischer und risikofreudiger, wenn das Wetter gut ist.

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