Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Windenergie und Solar verringern Strompreisanstieg

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.02.2015

Energieverfahrenstechnische Forscher haben im Rahmen einer aktuellen Studie herausgefunden, dass die Deutschen im Jahr 2013 durch den Einsatz von Solar- und Windenergie rund 11,2 Milliarden Euro beim Strom eingespart haben. Außerdem fanden die Experten heraus, dass es ohne erneuerbare Energien in einigen Regionen Deutschlands stundenweise dunkel geblieben wäre.

Seit 2011 sehen sich Verbraucher in Deutschland mit steigenden Strompreisen konfrontiert. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg fanden in einer aktuellen Analyse heraus, dass die Stromkunden dank Windenergie und Solarenergie im Jahr rund 11,2 Milliarden Euro gespart haben. Das Fazit der Forscher: Ohne Ökostrom wären die Strompreise in den letzten vier Jahren noch einmal deutlich schneller gestiegen.

Zusatzlast aus EEG und Entlastung aus Windenenergie und Solar

Die Gruppe von Wissenschaftlern des Lehrstuhls für Energieverfahrenstechnik schätzt, dass die Einsparungen für das Jahr 2014 sogar noch höher ausfallen könnten als im Vorjahr. Grund sind die größeren Mengen an preiswerter Elektrizität durch Windräder und Solarenergieanlagen, die in das Stromnetz eingespeist wurden. Im Jahr 2013 jedenfalls lagen die Einsparungen durch Windkraft und anderen regenerativen Energiequellen bei 31,6 Milliarden Euro. Verbraucher zahlten 2013 nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) rund 20,4 Milliarden Euro Ökostrom-Umlagen. Die Differenz von 11,2 Milliarden Euro ist gemäß den Forschern das, was unterm Strich eingespart wurde. Während stromintensive Betriebe, die von der EEG-Umlage befreit sind, von dieser Einsparung profitierten, sah es in Privathaushalten etwas anders aus: Hier glichen sich die Zusatzlast aus der EEG-Umlage und die Entlastung beim Strompreis durch Solar- und Windenergie in etwa aus.

Ökostrom schloss 2013 Lücken im Stromversorgungsnetz

Nach dem Reaktorunfall im japanischen Fukushima im Jahr 2011 hatte die Bundesregierung beschlossen, schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen. Der Beschluss brachte eine Verknappung konventioneller Kraftwerkskapazitäten mit sich. Wäre nicht zusätzlich Energie aus Windkraft- und Solaranlagen in das Stromnetz eingespeist worden, wären die Preise an der Europäischen Strombörse EEX aufgrund des Unterangebots wohl kräftig gestiegen – nach Berechnungen der Forscher um 5,29 Cent pro Kilowattstunde. Zudem hat Energie aus Wind- und Solarkraft Lücken in der Stromversorgung geschlossen. Die Forscher fanden in ihrer Analyse ebenso heraus, dass die konventionelle Kraftwerksleistung vermutlich an 296 Stunden im Jahr 2013 nicht ausgereicht hätte.

Aktuelle Finanznews

Mehr Baudarlehen von Lebensversicherern
Mehr Baudarlehen von Lebensversicherern
Die Lebensversicherer in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Baudarlehen vergeben. . Die Zuwächse lagen bei ihnen deutlich über denen des Gesamtmarkts. Ein möglicher Grund ist, dass sich...
Geringes Finanzwissen bei Jugendlichen
Geringes Finanzwissen bei Jugendlichen
Um das Finanzwissen der Jugendlichen in Deutschland ist es laut einer Studie schlecht bestellt: Viele haben den Eindruck, in der Schule nicht ausreichend informiert zu werden, und haben Probleme beim Erklären...
Bausparkassen: Vertragskündigungen nicht rechtens
Bausparkassen: Vertragskündigungen nicht rechtens
Vertragskündigungen durch Bausparkassen beschäftigen seit geraumer Zeit die deutschen Gerichte. Zwei Juristen kommen nun zu dem Schluss, dass sie nicht legitim sind. Bislang waren die Urteile sehr unterschiedlich...

FinanceScout24 Newsletter

Jetzt anmelden und 100 € Amazon Gutschein gewinnen