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Studien: Deutsche spendeten 2015 besonders viel

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.01.2016

2015 haben die Deutschen besonders viele Spenden geleistet. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Studien übereinstimmend. Es wird von einem Zuwachs des Spendenvolumens von rund acht Prozent ausgegangen. Die Unterstützung für die Hilfsorganisationen war dabei besonders aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen und des starken Erdbebens in Nepal groß.

Wie „Spiegel Online“ berichtet, waren die Spenden der Deutschen 2015 insgesamt besonders hoch: Bis zu sieben Milliarden Euro wurden gespendet – mehr als je zuvor. Dabei ist nicht nur die Gesamtsumme der Spenden gestiegen, sondern auch die Anzahl der Spender. Mit dem Erdbeben in Nepal und der Flüchtlingskrise gab es mehrere Anlässe, welche die Hilfsbereitschaft der Bundesbürger gesteigert haben. Das ergeben verschiedene Untersuchungen sowie Anfragen an die größten Hilfsorganisationen in Deutschland.

Summe der Spenden steigt um rund acht Prozent

Sowohl der Deutsche Spendenrat als auch das Institut für soziale Fragen (DZI) sowie der World Giving Index haben ermittelt, dass die Spenden der Deutschen für soziale Zwecke im Jahr 2015 deutlich höher waren als im Vorjahr. Der Deutsche Spendenrat geht dabei von Privatspenden zwischen 5,4 und 5,6 Milliarden Euro aus – 8,2 Prozent mehr als 2014. Das DZI ermittelte dagegen eine Summe von rund 7 Milliarden gegenüber 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2014. Auch das entspricht einem Zuwachs von 8 Prozent. Die unterschiedlichen Zahlen lassen sich durch die verschiedenen Berechnungsmethoden erklären: Der Spendenrat etwa erfasst keine Großspenden von mehr als 2.500 Euro, das DZI dagegen schon.

Auch die Anzahl der Spender ist gestiegen: Von Januar bis September 2015 haben laut Spendenrat 18,4 Millionen Menschen an Hilfsorganisationen gespendet. Das entspricht einem Zuwachs von einer Million gegenüber demselben Zeitraum im Jahr 2014. Auch der durchschnittliche Spendenbetrag ist von 34 auf 35 Euro gestiegen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland nun auf Platz 20 von 145 des World Giving Index und ist damit in diesem Jahr um acht Plätze gestiegen.

Hilfsorganisationen freuen sich über größere Unterstützung

Der „Spiegel“ befragte acht große Hilfsorganisationen in Deutschland nach ihren Eindrücken zum Spendenjahr 2015. Fast alle konnten einen höheren oder zumindest gleichbleibenden Spendeneingang verzeichnen. Als Grund für die große Hilfsbereitschaft nannten die Organisationen übereinstimmend die hohen Flüchtlingszahlen und das schwere Erdbeben in Nepal. Die SOS-Kinderdörfer rechnen mit Spendeneinnahmen von rund 100 Millionen Euro in diesem Jahr, die Organisation Ärzte ohne Grenzen geht von einem Spendenvolumen von rund 113 Millionen Euro aus. Unicef rechnet damit, 2015 deutlich über 90 Millionen Euro an Spenden erhalten zu haben. Außerdem konnte die Organisation rund 11.000 neue Paten gewinnen, die sie langfristig unterstützen.

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