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Sturm Niklas kostet Versicherungen 750 Millionen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.04.2015

Sturm Niklas hat bei den Versicherern für Schadensmeldungen in Millionenhöhe gesorgt. Allerdings ist das Ausmaß der Sturmschäden nicht so hoch wie vor acht Jahren, als Kyrill über Deutschland fegte. Bereits vor dem heftigen Sturm im März hatten die Ausgaben der Wohngebäudeversicherer ihre Einnahmen überstiegen. Beitragserhöhungen scheinen nun unausweichlich zu sein.

Auf die deutschen Versicherer kommen hohe Kosten zu. Nachdem Sturm Niklas vor einigen Wochen im gesamten Bundesgebiet für schwere Schäden sorgte, rechnen Versicherungen nach Informationen der „Süddeutsche Zeitung“ mit Schadensmeldungen in Höhe von insgesamt 750 Millionen Euro.

Sturm Niklas weniger dramatisch als Kyrill

Damit richtete Sturm Niklas zwar deutlich weniger Schaden an als Kyrill, der im Januar 2007 über Deutschland wütete und für Sturmschäden in Höhe von 2,4 Milliarden Euro sorgte. Dennoch zählt Niklas zu den fünf schwersten Stürmen in den letzten 15 Jahren. In erster Linie entstanden durch den Sturm Gebäudeschäden, daher wird der größte Teil der Kosten auf Wohngebäudeversicherungen entfallen. Sturmschäden an Autos, für die die Kfz-Versicherung bei Kaskoschutz einspringt, wurden durch Sturm Niklas deutlich seltener verursacht.

Sturmschäden sorgen für Beitragserhöhungen bei Wohngebäudeversicherung

Versicherte sollten sich aufgrund der hohen Kosten der Versicherungen auf Beitragserhöhungen für die Wohngebäudeversicherung einstellen. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, erwarten Experten, dass 80 Prozent der Anbieter in diesem Jahr die Versicherungsprämie erhöhen werden, so sie dies nicht bereits getan haben. Manchen Versicherten drohe sogar eine Kündigung: „Bei einer erhöhten Schadenshäufigkeit kann es dazu kommen, dass Versicherer sich von diesen Verträgen trennen“, erklärte Claudia Frenz vom Bund der Versicherten (BdV) gegenüber der Zeitung.

Einnahmen der Versicherungen können Kosten nicht mehr decken

Bereits vor Sturm Niklas waren Beitragserhöhungen bei der Wohngebäudeversicherung ein Thema. Durch die Zunahme extremer Wetterlagen übersteigen die Ausgaben der Versicherer zur Regulierung von Sturmschäden bereits seit geraumer Zeit die Beitragseinnahmen. Durch die zahlreichen Schadensmeldungen, die seit Ende März hinzugekommen sind, dürfte sich die Situation für die Versicherungen weiter zuspitzen.

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