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Terminservicestellen: Facharzttermin oft zeitnah

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.03.2016

Seit Ende Januar sollen die neu eingerichteten Terminservicestellen der einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen gesetzlich Versicherten einen zeitnahen Facharzttermin ermöglichen. Eine Umfrage zeigt nun: Vielerorts müssen Patienten sogar eine deutlich kürzere Wartezeit in Kauf nehmen als die vorgeschriebenen vier Wochen.

Wie kurzfristig die neuen Terminservicestellen gesetzlich Versicherten einen Facharzttermin zuweisen können, ist in Deutschland regional unterschiedlich, wie die Zeitschrift „Finanztest“ berichtet.

Terminservicestellen: Vorgegebene Frist vielerorts unterschritten

Um bezüglich der Terminservicestellen eine erste Bilanz ziehen zu können, wurden mehrere der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland befragt. Ein wichtiges Ergebnis: Bei der durchschnittlichen Wartezeit der Patienten auf einen Facharzttermin gibt es anscheinend deutliche regionale Unterschiede. Demnach warteten Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Niedersachsen durchschnittlich etwa eine Woche, in Brandenburg anderthalb bis zwei Wochen, in Bremen zwei Wochen, in Westfalen-Lippe – abhängig von der jeweils benötigten Facharztausrichtung – zwei bis vier Wochen und in Rheinland-Pfalz bis zu vier Wochen. Die Vorgabe, Versicherten mithilfe der Terminservicestellen innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin zuzuweisen, wird somit vielerorts erfüllt.

Viele Krankenkassen vermitteln ebenfalls Facharzttermin

Bis Ende Februar wurden in den neuen Terminservicestellen insgesamt mehr als 8.000 Facharzttermine vermittelt. Ein Grund, warum diese Zahl nicht noch höher ist, könnte laut „Finanztest“ die interne Terminvermittlung sein, die mehrere gesetzliche Krankenkassen nach wie vor anbieten. Im Jahr 2015 vermittelte demnach die Techniker Krankenkasse insgesamt mehr als 45.000 Mal an einen Facharzt, die DAK mehr als 17.00 Mal. Dieser Service böte laut dem Bericht der Zeitschrift den Versicherten gleich mehrere Vorteile: Anders als bei den Terminservicestellen sei hier üblicherweise keine Überweisung erforderlich. Darüber hinaus seien die Hotlines meist länger erreichbar als die der neu eingerichteten Servicestellen.

Während Florian Latz, Verbandssprecher des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen, die Terminservicestellen als „notwendig und sinnvoll“ erachtet, zeichnet Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, ein anderes Bild: Von einer Bevorzugung von Patienten mit einer privaten Krankenversicherung könne keine Rede sein. „So viele Privatpatienten gibt es gar nicht, dass sie die Termine für gesetzlich Versicherte in relevantem Umfang blockieren können“, so Gassen gegenüber Deutschlandradio Kultur.

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