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Trotz niedriger Rendite: Sparer sind zufrieden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.01.2016

Laut einer Umfrage im Auftrag des Bankenverbands sind deutsche Sparer zufrieden mit ihren Geldanlagen, obwohl die Rendite aufgrund niedriger Zinsen meist gering ausfällt. Das Sicherheitsbedürfnis der Anleger ist groß: Sie verlassen sich lieber auf Immobilien, Tagesgeld oder Festgeld, als in Aktien zu investieren.

Deutsche Sparer sind 2015 besonders zufrieden mit ihren Geldanlagen, obwohl diese nur eine geringe Rendite abwerfen. Das ergab eine Umfrage der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) im Auftrag des Bankenverbands, die die „Welt“ vorstellt. 53 Prozent der Anleger sind mit der Entwicklung ihrer Ersparnisse im laufenden Jahr zufrieden – das sind 20 Prozent mehr als 2014, obwohl die Zinsen weiter gesunken sind.

Sparer setzen auf Sicherheit

Auch wenn die Zinsen bei diesen Produkten sehr niedrig sind, bevorzugen viele Sparer Tagesgeld und Festgeld als Anlageformen: Jeweils 28 Prozent der Befragten gaben an, ihr Geld im kommenden Jahr so anlegen zu wollen. 37 Prozent interessieren sich für Immobilien als Geldanlage – für 2015 waren es nur 18 Prozent. Die deutschen Sparer konzentrieren sich also verstärkt auf Produkte, die mit einem geringen Risiko verbunden sind. 72 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, für eine höhere Rendite bei der Geldanlage ein größeres Risiko einzugehen.

Gewöhnung an niedrige Rendite

Die „Welt“ vermutet einen Gewöhnungseffekt bei den Anlegern: Während die niedrigen Zinsen in den vergangenen Jahren noch für Unzufriedenheit mit der erzielten Rendite sorgten, haben sich die Sparer nun damit abgefunden und sind froh, dass das Geld überhaupt noch da ist. So können auch die mittlerweile auf durchschnittlich 0,32 Prozent gefallenen Zinsen für Tagesgeldkonten die Zufriedenheit der Anleger nicht schmälern. Nach Angaben der Bundesbank sind die Beträge 2015 stetig gestiegen, die von Sparern auf ein gering verzinstes Tagesgeld- oder Girokonto geschoben wurden. Ende Oktober lag eine Summe von 1,1 Billionen Euro in täglich fälligen Einlagen – mehr als doppelt so viel wie 2008, als die Zinsen noch bei zwei Prozent lagen.

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