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Über Geld spricht man nicht: Finanzen bleiben tabu

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.08.2015

Über Geld spricht man nicht. Das scheint in Deutschland nach wie vor ein ungeschriebenes Gesetz zu sein. Knapp 64 Prozent der Deutschen geben an, dass die eigene finanzielle Lage für sie ein Tabuthema ist. Diese Haltung ist bei beiden Geschlechtern und in allen Bildungsschichten annähernd gleich. Nur junge Menschen sind in puncto Geld überdurchschnittlich offen.

Gehalt, Erbschaft, Vorsorge sind für die Mehrheit der deutschen keine Gesprächsthemen. Die Redewendung „Über Geld spricht man nicht, man hat es“ trifft besonders auf Personen zu, die sich selbst als in Geldangelegenheiten erfolgreich einschätzen. Nur vier Prozent davon sprechen über ihre finanzielle Lage. Das geht aus einer Emnid-Umfrage hervor, welche die Postbank in Auftrag gegeben hat.

Menschen mit Hauptschulabschluss sind etwas zugeknöpfter

Die Geschlechter schweigen gleichermaßen über das Thema Geld. Frauen betrachten Finanzen zu 64 Prozent als Tabuthema, Männer zu 63 Prozent. Auch über die Bildungsschichten hinweg gibt es keine großen Unterschiede. Während 57 Prozent der Abiturienten und Akademiker nicht über die finanzielle Lage sprechen, sind Befragte mit Volks- oder Hauptabschluss etwas zugeknöpfter. 65 Prozent von ihnen haben den Grundsatz „über Geld spricht man nicht“ verinnerlicht.

Schweigen über finanzielle Lage nicht immer von Vorteil

„Wer seinen finanziellen Erfolg ungeniert zeigt, zieht hierzulande leicht den Neid und die Missgunst seiner Mitmenschen auf sich – das möchte man natürlich vermeiden“, erklärt Thomas Walter, Personalexperte bei der Postbank, die Verschwiegenheit. Hinzu komme, dass deutsche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter oft anhalten, nicht über ihr Gehalt zu sprechen. Problematisch werde die Tabuisierung dann, wenn man Hemmungen hat, mit dem Chef über eine Gehaltserhöhung zu sprechen oder Themen wie Altersvorsorge und Geldanlage von sich wegschiebe.

„Über Geld spricht man nicht“ gilt für junge Leute nicht mehr

Was das Schweigen über die finanzielle Lage betrifft, zeichnet sich in Deutschland dennoch ein Umdenken ab. So berichtet die „Welt“ von einer Studie der Consorsbank, wonach bei der jüngeren Generation durchaus Offenheit über private Finanzen herrscht. Knapp die Hälfte aller 25- bis 34-Jährigen könnten sich sogar vorstellen, über ihre finanziellen Erfahrungen anonym im Internet zu berichten. Bei den über 55-Jährigen ist dies nur für 26 Prozent denkbar.

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