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Überschuss von 600 Millionen bei den Krankenkassen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.08.2016

Die gesetzlichen Krankenkassen können für das erste Halbjahr 2016 einen Überschuss von 600 Millionen Euro verzeichnen und damit ihr Plus aus dem ersten Quartal weiter ausbauen – unter anderem durch die gestiegenen Zusatzbeiträge. Trotzdem könnten diese Beiträge künftig noch weiter angehoben werden.

Im zweiten Quartal 2016 ist der Überschuss der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin gewachsen. Damit stabilisiert sich die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) noch mehr, nachdem bereits im ersten Quartal 2016 ein Überschuss erzielt wurde.

Erhöhte Zusatzbeiträge sorgen erneut für Überschuss

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) mit Bezug auf Daten der gesetzlichen Krankenkassen berichtet, liegt ihr erwirtschafteter Überschuss für das erste Halbjahr bei insgesamt 600 Millionen Euro. Bereits im ersten Quartal konnten die Kassen einen Überschuss von 400 Millionen Euro vermelden, der nun noch weiter angewachsen ist. In der ersten Jahreshälfte 2015 war bei ihnen dagegen noch ein Defizit von 491 Millionen entstanden. Ein Grund für die gestiegenen Einnahmen ist die Erhöhung der Zusatzbeiträge zum Jahresbeginn 2016. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sorgt außerdem dafür, dass Arbeitnehmer mehr und höhere Krankenkassenbeiträge zahlen. Mit 316 Millionen Euro haben die Ersatzkassen den größten Überschuss erzielt, gefolgt von den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit 125 Millionen Euro.

Gesetzliche Krankenkassen: Finanzlage dennoch kompliziert

Trotzdem läuft aktuell eine Diskussion über eine weitere Erhöhung der Zusatzbeiträge: Laut dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen könnte es 2017 zu einem Anstieg um 0,3 Prozent auf einen Zusatzbeitrag von 1,4 Prozent kommen. Dann könnten die Einkommen mit durchschnittlich 16 Prozent belastet werden, obwohl sich aktuell Mehreinnahmen bei den Kassen sammeln. Der erwirtschaftete Überschuss muss laut der FAZ allerdings auch gegenüber den beträchtlichen Ausgaben von rund 110 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2016 betrachtet werden. Außerdem weist der Verband der Ersatzkassen darauf hin, dass die Bilanz des ersten Halbjahres nicht unbedingt aussagekräftig für die Entwicklung des gesamten Jahres sei. Der AOK-Bundesverband geht allerdings von einer ähnlichen Entwicklung für den weiteren Jahresverlauf und damit von einem positiven Ergebnis für 2016 aus.

Quelle: FAZ

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