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Umfrage: Frauen in Sorge um Altersvorsorge

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.06.2015

Lieber heute schon an morgen denken – ein Ausspruch, der in Deutschland vor allem Frauen beschäftigt. Frauen machen sich mehr Sorgen als Männer, im Alter nicht finanziell abgesichert zu sein. Ihre Ängste scheinen zumindest teilweise nicht unbegründet: Ein Viertel der befragten Teilnehmerinnen ist noch immer ohne eigene Altersvorsorge. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage.

62 Prozent der Frauen sind in Sorge um ihre Versorgung im Alter, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Hingegen befürchten nur 54 Prozent der Männer, im Alter nicht ausreichend finanziell abgesichert zu sein.

Ein Viertel deutscher Frauen sorgt noch nicht für den Ruhestand vor

Die Sorge bei den Frauen besteht offenbar nicht ohne Grund, denn wie die Umfrage weiter ergab, sorgt ein Großteil der Frauen in Deutschland bislang noch nicht für den Ruhestand vor: Rund ein Viertel hat bislang keine Altersvorsorge, bei den Männern sind es nur 20 Prozent, die noch nicht aktiv vorsorgen. Dabei besitzt eine spätere finanzielle Unabhängigkeit von Partner und Familie einen vergleichsweise ähnlich hohen Stellenwert, sowohl für Frauen als auch für Männer. 63 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie sich im Alter finanziell überwiegend auf sich selbst verlassen wollen.

Frauen haben hohe Ansprüche an Altersvorsorge

„Frauen haben bei der Altersvorsorge die gleichen Ansprüche und Ziele wie Männer“, kommentiert GDV-Präsident Alexander Erdland die Umfrage in einer offiziellen Pressemitteilung. Dennoch hätten es Frauen oft schwerer, diese Ansprüche zur erfüllen, weil sie den schwierigen Spagat zwischen Familie und Beruf meistern müssten. Das Fazit der Umfrage zum Thema Altersvorsorge: Frauen müssten bei ihren Anstrengungen, für den Ruhestand finanziell vorzusorgen, stärker unter die Arme gegriffen werden. „Die bessere Unterstützung der Frauen umfasst viele Aspekte und berührt Politik und Wirtschaft gleichermaßen. Dabei geht es um eine leichtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um bessere Karrierechancen und um eine gezieltere Förderung der Altersvorsorge“, so Erdland weiter.

Anreize, für das Alter vorzusorgen

Laut Umfrage zeigten sich viele Teilnehmerinnen bereit, mehr Geld für die betriebliche oder private Altersvorsorge auszugeben, würde es bessere Rahmenbedingungen wie etwa einen höheren Verdienst (47 Prozent) geben. Auch höhere staatliche Zulagen für die Altersvorsorge wären ein Anreiz, um engagierter für das Alter vorzusorgen. Eine gute Möglichkeit der Altersvorsorge sieht Erdland in der Riester-Rente, von der insbesondere Mütter mit geringerem Einkommen profitieren könnten.

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