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Tendenz der Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.01.2015

In Zukunft wird es möglicherweise noch um einiges unattraktiver, mit klassischen Finanzprodukten Geld zu sparen. Die Umlaufrendite für deutsche Staatsanleihen könnte weiter fallen und damit einige andere Zinssätze mitreißen. Die Entwicklung hängt von einer anstehenden Entscheidung der Europäischen Zentralbank ab.

Im Augenblick liegt die Umlaufrendite für deutsche Staatsanleihen noch bei einem Wert von 0,51 Prozent. Bald könnte es aber zu einer historischen Entwicklung kommen: Die Rendite fällt vielleicht unter die 0,5-Prozent-Marke. Das hätte unter anderem Auswirkungen auf Tagesgeldkonten, Riester-Renten, Baugeld und auch Lebensversicherungen.

Umlaufrendite und die Politik der EZB

Die Abwärtsentwicklung ist nicht überraschend, schon seit Jahresbeginn fällt der Wert – im Januar stand er bei 1,65 Prozent. Grund für den negativen Trend der Umlaufrendite ist vor allem die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Des Weiteren hat die EZB angekündigt, ihre Bilanzsumme um eine Billionen Euro auszuweiten. Das schafft die Bank nur, wenn sie Staatsanleihen aufkauft - und zwar in großem Umfang. Möglicherweise beginnen die Käufe Anfang 2015 und in der Folge würde auch die Umlaufrendite weiter fallen. Dieser Schritt ist durchaus beabsichtigt denn dadurch würde das Sparen unattraktiv und Konsumenten wie Firmen würden ihr Erspartes ausgeben. In der Theorie wird die Wirtschaft angekurbelt.

Umlaufrendite und deutsche Staatsanleihen

Im Prinzip beschreibt die Umlaufrendite die durchschnittliche Verzinsung deutscher Staatsanleihen. Der Wert ist also ein Anzeiger für viele andere Zinssätze: Beispielsweise müssen sich die Lebensversicherer laut Gesetz daran orientieren. Sparer sollten sich im Zuge der EZB-Politik daher unbedingt neben klassischen, risikoarmen Anlagen Modellen weitere finanzielle Säulen schaffen.

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