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Unfallstatistik: Junge Fahrer riskant unterwegs

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.08.2016

Wenn junge Fahrer einen Unfall verursachen, sind laut einer aktuellen Unfallstatistik des ADAC oft hohes Risiko und mangelnde Fahrpraxis im Spiel. Besonders oft kommen 18- bis 25-Jährige demnach vor einem Unfall ins Schleudern und verlieren dadurch die Kontrolle. Gefährlich ist auch, dass junge Fahrer häufig in älteren Autos unterwegs sind.

Unter den 18- bis 25-jährigen Autofahrern verzeichnet die Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes Jahr für Jahr deutlich mehr Schwerverletzte und Tote als in den höheren Altersgruppen: Junge Fahrer haben ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Welche genauen Ursachen dahinterstecken, hat der ADAC in einer aktuellen Untersuchung ermittelt.

Junge Fahrer: Mangelnde Fahrpraxis, riskante Fahrweise

Die Auswertung des ADAC basiert auf knapp 18.000 in der Unfallstatistik dokumentierten Unfällen seit Juni 2005. Bei mehr als 69 Prozent der Unfälle, die junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren verursachten, zeigte sich demnach ein typisches Schema: Die Fahrer waren zu schnell unterwegs oder schätzten Situationen wegen fehlender Fahrpraxis falsch ein, gerieten dadurch ins Schleudern und schafften es nicht, gegenzulenken. Sie verloren in der Folge die Kontrolle über das Fahrzeug, überschlugen sich oder prallten gegen Bäume oder Gegenstände am Straßenrand. Laut Statistischem Bundesamt sterben jährlich knapp 500 junge Fahrzeuginsassen bei solchen oder ähnlichen Unfallhergängen, etwa 10.000 werden schwer verletzt.

ADAC: 18- bis 25-Jährige lassen sich leicht ablenken

Meist sind laut ADAC keine anderen Fahrzeuge an den Unfällen von Fahrern dieser Altersgruppe beteiligt, es handelt sich um sogenannte Alleinunfälle. Zudem lassen sich junge Fahrer leicht durch Mitfahrer oder durch den Blick aufs Smartphone ablenken. Sie kommen häufiger als ältere Fahrer von der Fahrbahn ab, geraten auf die Gegenfahrbahn oder auf den Seitenstreifen oder fahren schlicht zu schnell.

Unfallstatistik: Junge Fahrer oft in alten Autos unterwegs

Ein weiteres Risiko für junge Fahrer ist laut der Untersuchung, dass sie häufig ältere Autos fahren. Diese sind zwar in der Anschaffung und in vielen Fällen auch in der Kfz-Versicherung kostengünstig, wenn sie nicht zu den typischen Fahranfängerfahrzeugen mit hoher Typklasse gehören. Dafür sind sie allerdings häufig noch nicht mit modernen Sicherheitssystemen wie etwa dem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet – und manchmal noch nicht einmal mit Airbags. Im Durchschnitt waren die Unfallwagen der 18- bis 25-jährigen Fahrer bereits 10,7 Jahre alt, der Trend ging dabei in den vergangenen elf Jahren zu immer älteren Fahrzeugen.

Quelle: ADAC

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