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Verbraucherpreise in Deutschland weiterhin stabil

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.10.2014

Dank rekordverdächtig niedriger Inflation stiegen die Verbraucherpreise im September nur um 0,8 Prozent. Damit ist die Teuerungsrate in Deutschland so niedrig wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Vor allem Energie ist günstiger geworden. Allerdings gibt es auch einen zuverlässigen Preistreiber.

Das Preisniveau in der Bundesrepublik ist weiterhin stabil. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, war auch im September kein nennenswerter Anstieg der Verbraucherpreise zu verzeichnen. Damit ist die Teuerungsrate bereits seit drei Monaten stabil und auf dem niedrigsten Niveau seit Februar 2010. Damals erholte sich die deutsche Wirtschaft noch von den Auswirkungen der Finanzkrise.

Sinkende Energiepreise Hauptgrund für niedrige Teuerungsrate

Im Vergleich zum September 2013 stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Monat lediglich um 0,8 Prozent. Hauptgrund für die ausgesprochen niedrige Teuerungsrate sind die sinkenden Energiepreise, die im Durchschnitt 2,2 Prozent unter Vorjahresniveau liegen. Aufgrund des weltweit fallenden Ölpreises kostete Heizöl im September 2014 knapp acht Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Kraftstoffe waren knapp vier Prozent günstiger als im September 2013. Der Strompreis hingegen stieg um 1,8 Prozent.

Entwicklung der Verbraucherpreise für Lebensmittel nicht einheitlich

Auch für Lebensmittel mussten Verbraucher im vergangenen Monat kaum mehr zahlen als im Vorjahr, hier lag die durchschnittliche Teuerungsrate bei 0,9 Prozent. Allerdings gibt es innerhalb dieses Segments konträre Entwicklungen: Während die Preise für Obst und Gemüse leicht unter dem Vorjahreswert lagen und der Butterpreis sogar um 13,6 Prozent sank, verteuerten sich Schnittkäse und Quark jeweils um etwa 14 Prozent.

Teuerungsrate für Dienstleistungen überdurchschnittlich hoch

Eine überdurchschnittliche Teuerungsrate war mit 1,5 Prozent allerdings bei Dienstleistungen zu verzeichnen. Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem der Anstieg von Mietkosten, die durchschnittlich ein Fünftel der Konsumausgaben von Privathaushalten ausmachen. Einzige Möglichkeit diesem zuverlässigen Preistreiber zu entgehen, ist die Finanzierung einer eigenen Immobilie. Weitere überdurchschnittliche Preissteigerungen für Dienstleistungen gab es im September bei ambulanten Pflegeeinrichtungen (+ 8,7%), Sport- und Erholungsdienstleistungen (+ 3,0 %) sowie Friseurleistungen und anderen Dienstleistungen für Körperpflege (+ 3,2 %).

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