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Verbraucherzentralen befürworten Deutschland-Rente

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.02.2016

Das Konzept der Deutschland-Rente stößt bei den Verbraucherzentralen auf positives Feedback: Sie versprechen sich davon eine Alternative zu bestehenden Fördermodellen. Damit stellen sich die Verbraucherschützer hinter den Vorschlag von drei hessischen Ministern, ein unkompliziertes, leicht verständliches Vorsorgeprodukt zur Verfügung zu stellen.

Im Dezember hatten drei hessische Minister ihr Konzept einer Deutschland-Rente vorgelegt, mit der durch einen staatlichen Rentenfonds der Altersarmut entgegengewirkt werden soll. Nachdem es viel Kritik an dieser Idee gab, sprachen sich die Verbraucherzentralen laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) nun für den Vorschlag aus. Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, bezeichnete die Deutschland-Rente gegenüber der FAZ als „lohnenswerte Idee“. In Schweden seien mit einem vergleichbaren Konzept seit Jahren sehr gute Ergebnisse zu verzeichnen.

Verbraucherzentralen unterstützen das Konzept

Ähnlich wie die hessischen Landesminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Stefan Grüttner und Thomas Schäfer (beide CDU) betrachten auch die Verbraucherzentralen die bestehenden Fördermodelle als nicht ausreichend, um als Ausgleich für die Rentenkürzungen zu dienen. Deshalb müsse es ein einfaches Produkt von staatlicher Seite geben, das alle Bürger erreiche.

Müller hält dabei ein sogenanntes Opt-out-Modell für sinnvoll – also eine automatische Teilnahme sofern dieser nicht widersprochen wird. Damit würde niemand ungewollt zur Deutschland-Rente verpflichtet und könne weiterhin seine bevorzugte Form der Vorsorge betreiben. Gleichzeitig die Deutschland-Rente durch ein Opting-out die größtmögliche Zahl von Bürgern erreichen. Dem geäußerten Kritikpunkt, der Staat könne in Notlagen auf die Mittel zugreifen, begegnet Müller mit dem Vorschlag, dies durch eine verfassungsrechtliche Zusage zu verhindern.

Debatte um Deutschland-Rente wird weitergehen

Müller erwartet eine ungemütliche Diskussion um die Deutschland-Rente, da bei einer solchen Umstellung auch mit dem Verlust von Arbeitsplätzen zu rechnen ist. Deshalb spricht er sich für eine wissenschaftliche Begleitung der Debatte aus, mit deren Hilfe strittige Fragen geklärt werden können.

Dazu gehört die Überlegung, ob es eine Bruttobeitragsgarantie geben soll oder nicht: Einerseits würde sie Sicherheit bedeuten, andererseits aber zu niedrigeren Renditen führen. Müller kann sich laut „FAZ“ vorstellen, dass es nach der Bundestagswahl eine Enquete-Kommission zur Deutschland-Rente geben wird und schließlich idealerweise ein überparteilicher Konsens erarbeitet werden kann.

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