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Vergleich von Bankgebühren soll vereinfacht werden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.08.2015

Die Bundesregierung soll dafür sorgen, dass die Bankgebühren für das Girokonto für Verbraucher besser zu vergleichen sind und der Kontowechsel einfacher zu bewerkstelligen ist. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde bereits vorgelegt. Verbraucherschützer loben den Entwurf, der Sparkassenverband sieht hingegen keine Notwendigkeit für ein solches Gesetz.

Der Vergleich von anfallenden Bankgebühren für das Girokonto soll zukünftig für Verbraucher einfacher werden. Wie die „Welt“ berichtet, wollen Finanz- und Justizministerium per Gesetz für mehr Transparenz bei Girokonto-Gebühren sorgen. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei der Bundesregierung bereits vorgelegt worden.

Einheitliche Bezeichnungen für Bankgebühren geplant

Der Referentenentwurf sieht vor, dass für die Bankgebühren, die im Rahmen einer Girokontonutzung erhoben werden können, zukünftig von allen Geldinstituten einheitliche Begriffe verwendet werden sollen. Durch diese sogenannte „standardisierte Zahlungskontenterminologie“ soll unterbunden werden, dass Bankgebühren von den Geldhäusern – wie derzeit üblich – mit komplizierten eigenen, für Laien häufig nur schwer verständlichen Bezeichnungen versehen werden.

Vergleichsdienste sollen neben Bankgebühren auch Filialen und Geldautomaten listen

Zudem ist der Tageszeitung zufolge die Einführung eines staatlichen Zertifikats für Online-Vergleichsportale geplant. Das Zertifikat soll an Anbieter vergeben werden, die beim Vergleich von Girokonten bestimmte Standards erfüllen. So müssten beispielsweise neben den Bankgebühren auch die Anzahl der Filialen und Geldautomaten aufgelistet werden, um das Zertifikat zu erhalten. Verbraucherschützer reagierten positiv auf den Vorstoß des Finanzministeriums, wiesen jedoch auch auf externe Faktoren hin. „Es gibt gute Ansätze“, sagte Frank-Christian Pauli, Finanzreferent beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Allerdings befänden sich eine Vereinheitlichung bestimmter Begriffe und ein verpflichtendes Übersichtsblatt mit den wichtigsten Kosten zum Konto derzeit in der europäischen Abstimmung. Pauli zufolge sei das Gelingen des deutschen Vergleichs auch von diesen Entscheidungen auf EU-Ebene abhängig.

Auch Kontowechsel soll vereinfacht werden

EU-Vorgaben zur Vereinfachung des Kontowechsels von einem Geldinstitut zu einem anderen sollen über den Gesetzentwurf ebenfalls umgesetzt werden. Anders als die Verbraucherschützer sieht der Deutsche Sparkassen- und Giroverband weder in Sachen Bankgebühren noch beim Kontowechsel konkreten Handlungsbedarf. „Aus unserer Sicht stellen die neuen Regelungen keine Verbesserung für die Verbraucher dar, denn bei den Gebühren besteht bereits heute vollständige Transparenz und auch der Wechsel zu einer anderen Bank ist völlig unproblematisch,“ erklärte ein Sprecher des Verbandes gegenüber der „Welt.“ Die abschließenden Beratungen über den Gesetzesentwurf in Bundestag und Bundesrat werden für Anfang kommenden Jahres erwartet.

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