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Versicherung bei Berufsunfähigkeit: Reformen?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.02.2016

Reformen sollen Versicherungen für den Fall einer Berufsunfähigkeit hierzulande optimieren, so eine aktuelle Forderung von Politikern und Verbraucherschützern. Seit 15 Jahren ist diese Absicherung in Deutschland Privatsache. Die Kritiker bemängeln, dass Versicherer durch schwer verständliche Klauseln versuchen würden, Leistungen zu vermeiden.

Politiker und Verbraucherschützer fordern Reformen im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Im Ernstfall würde das System in seiner jetzigen Form nicht ausreichen und dazu führen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Deutschen bei Berufsunfähigkeit komplett ohne Absicherung dastünde, argumentieren die Kritiker einem Bericht der „Welt“ zufolge.

Kritiker sehen die Politik bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit gefordert

Die Grünen sehen den Gesetzgeber in der Pflicht, die Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit verbraucherfreundlicher zu gestalten. So sagte Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Partei, gegenüber der „Welt am Sonntag“: „Wir brauchen dringend gesetzliche Standards für die Berufsunfähigkeitsversicherung, die den juristischen Scharmützeln der Versicherer ein Ende setzen. Sonst ziehen die Kunden immer den Kürzeren“. Laut Schick nutzten die Versicherer häufig „undurchsichtige Klauseln“, um im Ernstfall Zahlungen vermeiden zu können.

Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg äußerte sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Kritik an dem System der Absicherung bei Berufsunfähigkeit in der Bundesrepublik: „Die derzeitige staatliche Absicherung ist vielfach nicht ausreichend“, so sagte er der „Welt“. „In der Schweiz etwa zahlen auch Selbstständige in die Rentenversicherungssysteme ein, wodurch der Schutz auch bei Invalidität umfassender ist“.

Absicherung im Falle von Erwerbsunfähigkeit war nicht immer Privatsache

Noch vor 15 Jahren mussten Erwerbstätige in Deutschland nicht selbst für eine mögliche Berufsunfähigkeit vorsorgen – diese gehörte zum gesetzlichen Sozialversicherungssystem. Seit 15 Jahren jedoch müssen Erwerbstätige, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, privat für den Fall vorsorgen, dass sie, beispielsweise aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls, nicht mehr arbeiten können.

Ein Problem ist hier, dass nicht alle Erwerbstätige eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten. Immer wieder werden Anträge von den Versicherern abgelehnt oder Versicherte müssen hohe Risikozuschläge zahlen, zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen oder weil sie in einem Beruf arbeiten, in dem das Risiko von Verletzungen oder Unfällen überdurchschnittlich hoch ist. Dabei zählt die Berufsunfähigkeitsversicherung neben der Privathaftpflichtversicherung zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Grundsätzlich wird sie für jeden empfohlen, der seinen Lebensunterhalt durch sein Arbeitseinkommen bestreitet.

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