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Versicherungsombudsmann hat viel zu tun

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.01.2015

Der aktuelle Jahresbericht des Versicherungsombudsmanns für 2013 verzeichnet im Bereich der Rechtsschutzversicherung die meisten Beschwerden seit der Einführung der Schlichtungsinstanz. Zu den häufigsten Unstimmigkeiten zwischen Versicherten und Versicherern führt die Frage, wann die Versicherung leisten muss und wann nicht.

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen und kann Versicherte so vor finanziellen Nöten bewahren. Laut einem aktuellen Bericht von Stiftung Warentest streiten sich Versicherte immer häufiger mit ihren Rechtsschutzversicherern über abgelehnte Leistungen. Im Jahr 2013 musste die Schlichtungsstelle, der Versicherungsombudsmann, so viele Beschwerden bearbeiten, wie nie zuvor. Doch Versicherte haben gute Chancen, Recht zu bekommen, und können relativ unkompliziert über unabhängige Gutachten ihren Versicherungsschutz sicherstellen.

2.138 berechtigte Fälle für den Versicherungsombudsmann

Im Jahr 2003 wurde der Versicherungsombudsmann als Schlichtungsstelle der Versicherungen eingeführt. An sie können sich Versicherte wenden, wenn eine Meinungsverschiedenheit mit einem Versicherer vorliegt. 2013 nahmen dies besonders viele Kunden mit einer Rechtsschutzversicherung in Anspruch: 2.138 berechtigte Beschwerden von Rechtsschutzversicherten wurden in diesem Jahr vom Versicherungsombudsmann registriert.

In vielen Fällen geht es bei den Meinungsverschiedenheiten zwischen Kunden und Versicherern um abgelehnte Leistungen. Wenn die Versicherung mitteilt, dass Rechtsschutzfälle nicht von der abgeschlossenen Versicherung abgedeckt werden, vor dem Beginn des Versicherungsschutzes liegen oder aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten abzulehnen sind, können Versicherte den Versicherungsombudsmann zurate ziehen.

Anwaltliches Gutachten bringt oft schnelle Hilfe

Obwohl die Rechtsschutzversicherungen die Leistungsansprüche ihrer Kunden sorgfältig prüfen, kann es in Einzelfällen vorkommen, dass eine Zahlung zu Unrecht abgelehnt wird. Auch wenn eine negative Rückantwort der Versicherung zunächst einen kleinen Schock auslösen kann, sollten Versicherte Ruhe bewahren. Wer nicht die kostenlose Beratung durch den Ombudsmann in Anspruch nehmen möchte, kann durch ein Gutachten für Klarheit sorgen. Ein Blick in den eigenen Versicherungsvertrag verrät, ob dafür ein Gutachten in Form eines Schiedsgutachtens oder ein Stichentscheid erforderlich ist. Der Stichentscheid kann vom eigenen Anwalt getroffen werden. Wurde der Rechtsanwalt ohnehin bereits mit dem betreffenden Rechtsstreit beauftragt, ergreift dieser in der Regel selbstständig die Initiative. Alternativ kann ein Schiedsgutachten von einem durch die Rechtsanwaltskammer am Wohnsitz des Versicherten ausgewählten Anwalt angefertigt werden. Beide Gutachten können dazu führen, dass die Versicherung die zunächst abgelehnten Streitkosten doch noch übernimmt.

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