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Viele Vorteile der Globalisierung für Deutschland

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.09.2016

Viele positive Effekte bringt die Globalisierung für Deutschland. So ist dadurch hierzulande das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf gestiegen. Damit gehören die deutsche Wirtschaft und Volkswirtschaft zu den Gewinnern, wie der Globalisierungsreport 2016 der Bertelsmann Stiftung belegt. Schwellenländer profitieren dagegen deutlich weniger.

Ist die Globalisierung für Deutschland ein Erfolgsmodell? Die Bertelsmann Stiftung hat darauf ein klares „ja“ als Antwort. Ihr Globalisierungsreport 2016 zeigt, dass die Bundesrepublik und mit ihr die deutsche Wirtschaft und Volkswirtschaft von Grenzöffnungen, dem Abbau von Zollschranken und der digitalen Kommunikation besonders stark profitiert.

Globalisierung für Deutschland von großem Nutzen

Und das, obwohl die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem Rückschritt geführt hat. In der Studie heißt es dazu: „Seit 2007 geht die durch einen Index gemessene Globalisierung zum ersten Mal im Beobachtungszeitraum (1990-2014) flächendeckend zurück – und zwar in 35 von 42 Ländern. Trotz dieser Entwicklung gehört Deutschland zu den Gewinnern der Globalisierung.“

Das mag auf den ersten Blick verwundern, denn schließlich hat die Globalisierung für Deutschland an Schwung verloren. Festmachen lässt sich das am sogenannten Globalisierungsgrad. Der ist seit 2003 von 73 auf 65,7 Punkte im Jahr 2014 gesunken. Trotzdem zählt die Bertelsmann Stiftung die deutsche Wirtschaft und damit auch die Volkswirtschaft zu den zehn Gewinnern der Globalisierung. Der Grund: Seit 1990 ist das Bruttoinlandsprodukt pro Jahr um durchschnittlich 1.130 Euro pro Kopf angestiegen. Damit ist für Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, klar: „Deutschland profitiert wie kaum ein anderer Staat von der Vernetzung und zeigt, dass Globalisierung nicht zu einem Wettrennen um die billigsten Arbeitsplätze verkommen muss.“

Nicht nur die deutsche Wirtschaft profitiert

Mit diesem Ergebnis steht die Bundesrepublik nicht allein. Auch andere wohlhabende Industrienationen haben Vorteile aus der Globalisierung gezogen. Dazu zählen BIP-Spitzenreiter Japan (1.470 Euro Plus pro Jahr) sowie die Schweiz, Irland, Finnland und Dänemark.

Ganz anders stellt sich die Entwicklung in den Schwellenländern dar. Während die Globalisierung für Deutschland ein Gewinn ist, haben unter anderem die sogenannten BRIC-Staaten deutlich weniger davon profitiert. Brasilien, Russland, China und Schlusslicht Indien haben erheblich geringere Zuwächse beim BIP zu verzeichnen. Die schwanken jährlich zwischen 120 Euro pro Kopf in Brasilien und nur 20 Euro in Indien. Das, so Thieß Petersen, Wirtschaftsexperte der Bertelsmann Stiftung, habe vor allem zwei Gründe: Handelsrestriktionen und makroökonomische Voraussetzungen. „Je niedriger das Ausgangsniveau des BIP, desto geringer fallen auch die absoluten Zuwächse aus. Außerdem gilt: Je später die Globalisierung in einem Land eingesetzt hat, desto kürzer ist auch der Zeitraum, um mögliche Globalisierungsgewinne zu realisieren.“

Damit sich das ändert, sollten die Schwellenländer besser in die Weltwirtschaft integriert werden. Dafür müssten die Industriestaaten – und damit auch die deutsche Wirtschaft – ihre Märkte weiter für solche Länder öffnen und gleichzeitig Subventionen für eigene landwirtschaftliche Produkte zurückfahren.

Quelle: Bertelsmann Stiftung

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