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Bis zu 2.500 Volksbank-Filialen vor dem Aus

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.07.2015

Das Filialensterben in Deutschland geht weiter. Nach dem Erfolgsjahr 2014 sollen in den kommenden drei Jahren bis zu 2.500 Volksbank-Filialen geschlossen werden. Ein Grund dafür ist, dass Kunden ihre Überweisungen immer häufiger über Online-Banking abwickeln. Betroffen sind Klein- und Kleinstfilialen. Die Regionen sollen trotzdem ausreichend mit Geschäftsstellen vor Ort ausgestattet sein, heißt es seitens der Genossenschaftsbanken.

Viele Kunden, die ihre Bankgeschäfte lieber direkt in der Geschäftsstelle abwickeln, anstatt Online-Banking zu betreiben, müssen demnächst unter Umständen weitere Wege in Kauf nehmen. Wie die „Welt“ berichtet, sollen in den nächsten drei Jahren bis zu 2.500 Volksbank-Filialen geschlossen werden. Jede fünfte der etwa 12.700 Geschäftsstellen der Volks- und Raiffeisenbanken steht damit vor dem Aus.

Gründe für die Schließungswelle der Volksbank-Filialen

Geringe Zinsen, der Bevölkerungsschwund auf dem Land und steigende Kosten, um die Auflagen des Gesetzgebers zu erfüllen, würden die Entwicklung vorantreiben, sagt Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Da immer mehr Kunden Online-Banking nutzen, um Überweisungen zu tätigen oder das Girokonto abzufragen, wollen sich die Volksbanken zunehmend auf das Geschäft im Internet konzentrieren. Eine Unterversorgung der ländlichen Gebiete mit Volksbank-Filialen droht laut Fröhlich jedoch nicht. „Unsere Präsenz in der Region bleibt für uns – anders als für manchen Wettbewerber – von großer Bedeutung", sagte er.

Fusionen regionaler Banken

Im Vergleich zu anderen Geldhäusern haben die Volks- und Raiffeisenbanken ihre Filialen bisher weitestgehend vor der Schließung verschont. Die HypoVereinsbank hat kürzlich 240 ihrer 580 Filialen geschlossen. Die Deutsche Bank will ihre Geschäftsstellen von 700 auf 500 reduzieren und auch bei den Sparkassen gibt es Pläne, schätzungsweise mindestens ein Drittel der 400 Filialen dicht zu machen. In der Gruppe der Genossenschaftsbanken – dazu zählen die Volks- und Raiffeisenbanken, die Zentralbanken DZ und WGZ sowie Spezialinstitute wie etwa die Bausparkasse und der Fondsanbieter Union Investment – werden jedoch nicht nur Filialen geschlossen. Regionale Banken sollen zunehmend auch zusammengelegt werden. Kleine und mittelgroße Institute hätten kaum genügend Mitarbeiter, um beispielsweise die zahlreichen EU-Auflagen zu stemmen, so Fröhlich.

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