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Vorsorge: Sparer wollen mehr staatliche Förderung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.05.2015

Das Ergebnis einer aktuellen Umfrage zeigt, dass viele Menschen sich Sorgen um Altersarmut machen, aber deutlich weniger auch etwas unternehmen, um dieses Szenario zu verhindern. Eine umfangreichere staatliche Förderung könnte helfen. Wenn der Staat mehr Zuschüsse leisten würde, könnten sich mehr Menschen vorstellen, eine private Altersvorsorge abzuschließen.

Im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat das Meinungsforschungsinstitut INSA eine Umfrage zum Thema: „Altersvorsorge: Ängste und Erwartungen der Menschen“ durchgeführt. Dabei kamen die Forscher zu der Erkenntnis, dass das Thema Altersarmut in den Köpfen vieler Menschen sehr präsent ist. Deutlich seltener gaben die Befragten an, auch aktiv etwas gegen die Rentenlücke zu unternehmen. Viele Deutsche wünschen sich offenbar eine umfangreichere staatliche Förderung bei der privaten Altersvorsorge, um den finanziellen Herausforderungen im Alter besser entgegentreten zu können.

Mehrheit wünscht sich mehr staatliche Förderung

Insgesamt 61 Prozent der Befragten gaben an, Angst vor Altersarmut zu haben. Noch größer ist die Sorge in Bezug auf die Rentner von morgen. Für die zukünftigen Ruheständler gehen 84 Prozent der Befragten davon aus, dass diese ohne eine zusätzliche private Altersvorsorge ihren Lebensstandard im Alter nicht halten können werden. Das Problem Altersarmut scheint also bekannt, doch in Bezug auf seine Lösung sehen die Befragten auch den Staat in der Pflicht. Mit 56 Prozent würde über die Hälfte der Befragten mehr für die eigene Altersvorsorge tun, wenn es dafür eine umfangreichere staatliche Förderung gäbe. Wie das Umfrageergebnis zeigt, scheint es vielen Deutschen momentan noch an Motivation zu fehlen, um das Thema Altersarmut selbst aktiv anzugehen.

Umfrageergebnis: Ich habe eine private Altersvorsorge

Altersarmut befürchten – ohne zu handeln

Obwohl 84 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass zukünftige Rentner ihren gewohnten Lebensstandard nur mit privater Vorsorge halten können, sorgen nur 48 Prozent selbst vor. Besonders junge Menschen vernachlässigen oder unterschätzen die Altersvorsorge häufig. „Viele Menschen tun praktisch noch zu wenig – vor allem fangen sie zu spät an. Dabei ist der Faktor Zeit entscheidend, um durch eine möglichst lange Ansparphase die laufende Belastung zu verringern“, sagt GDV-Präsident Alexander Erdland.

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