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Vebraucherzentrale: Ein Viertel wird berufsunfähig

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.05.2015

Verbraucherschützer und Versicherer fordern, dass wichtige Versicherungen leichter zugänglich sein sollen. Jeder kann berufsunfähig werden, doch nicht jeder kann sich eine Absicherung für diesen Fall leisten. In einem gemeinsamen Papier weisen beide Seiten jetzt auf die Gefahr Berufsunfähigkeit hin und verlangen von der Politik, Zugangserleichterungen für Verbraucher zu schaffen.

Statistisch gesehen wird jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Lebens erwerbs- oder berufsunfähig. „Das Risiko berufsunfähig zu werden ist hoch“, warnen die Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale NRW (VZ-NRW) in einem jetzt gemeinsam mit dem Bund der Versicherten (BdV) veröffentlichten Positionspapier. Auf wichtige Versicherungen wie die Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU) sollte entsprechend kein Erwerbstätiger verzichten müssen. Allerdings zählen die Versicherer aktuell zu wenige BU-Versicherte, sodass es für die Anbieter zunehmend schwer wird, attraktive Konditionen zu bieten. VZ-NRW und BdV fordern daher Zugangserleichterungen, damit durch mehr Versicherte der Risikoausgleich verbessert werden kann.

Berufsunfähig – für viele nicht versicherbar

Besonders die Menschen, welche eine Berufsunfähigkeitsversicherung am dringendsten benötigten – sei es aufgrund eines besonders risikoreichen Berufs oder aber weil sie an Vorerkrankungen leiden – erhielten häufig gar keinen oder keinen ausreichenden BU-Schutz, erläutern die Verfasser des Positionspapiers. Darüber hinaus seien manche Policen für bestimmte Berufsgruppen so teuer, dass die Versicherungsbeiträge das Budget übersteigen. VZ-NRW und BdV schlagen daher vor, dass die Versicherer und der Staat in Form der BaFin einen erleichterten Zugang zum privaten Berufsunfähigkeitsschutz ermöglichen sollen. Dies könne zum einen über einen Mindestschutz für Versicherungswillige realisiert werden, welcher ohne oder mit einer stark vereinfachten Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden kann. Darüber hinaus sollen Berufsgruppen in der BU weiter gefasst werden, damit ein besserer Risikoausgleich und infolgedessen niedrigere Beiträge erreicht werden können.

Jeder Vierte wird berufsunfähig

„Jeder vierte Berufstätige ist durch Unfall oder Krankheit vorzeitig von Erwerbs- oder gar Berufsunfähigkeit bedroht“, geht aus dem Positionspapier hervor. Nur wenige Menschen haben jedoch für den Ernstfall vorgesorgt und besitzen eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Da es seit 2001 keinen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz in ausreichender Form mehr gibt, sei eine private Vorsorge unbedingt erforderlich.

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