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Weihnachtsgeld ist stark branchenabhängig

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.11.2015

Die Weihnachtszeit ist für viele mit erhöhten Ausgaben verbunden. Zahlreiche Angestellte haben das Glück, auf Ihrer November-Abrechnung eine Sonderzahlung vorzufinden, doch nicht jeder Arbeitgeber zahlt Weihnachtsgeld. Ob Arbeitnehmer die Zahlung überhaupt erhalten und wie hoch sie ausfällt, variiert – das zeigt eine aktuelle Umfrage unter Beschäftigten.

Etwa die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland erhält zum Ende des Jahres hin eine Sonderzahlung: das Weihnachtsgeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, berichtet die Tageszeitung „Welt“.

Deutliche Unterschiede bei der Sonderzahlung

Der Umfrage unter 8.800 Männern und Frauen zufolge erhalten rund 54 Prozent der Befragten Weihnachtsgeld. Zwischen den Geschlechtern ergeben sich keine großen Unterschiede – 56 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen freuen sich über die Sonderzahlung. Eine deutliche Ungleichheit zeigt sich jedoch regional: 56 Prozent der Angestellten in Westdeutschland, jedoch nur 40 Prozent der Arbeitnehmer in Ostdeutschland erhalten Weihnachtsgeld. Zudem gibt es für Angestellte mit Tarifvertrag häufiger Weihnachtsgeld. Hier sind es 72 Prozent, während nur 42 Prozent der Arbeitnehmer aus nicht tarifgebundenen Unternehmen die Sonderzahlung bekommen.

Wie hoch die Zahlung jeweils ausfällt, scheint branchenabhängig: Angestellte in der Druckindustrie, der Chemiebranche, im Bankgewerbe und in der Süßwarenindustrie erhalten ein Weihnachtsgeld von 95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens. In der Metallindustrie beispielsweise fällt der Betrag jedoch prozentual geringer aus: Hier sind es meist 55 Prozent eines Monatseinkommens.

Weihnachtsgeld: Die Wirtschaft profitiert

Meist wird das Weihnachtsgeld als Teil des Novembergehaltes ausgezahlt. Somit können sich die Arbeitnehmer pünktlich zur Vorweihnachtszeit über etwas mehr Geld auf ihrem Girokonto freuen. Vielfach wird das zusätzliche Gehalt für die Weihnachtseinkäufe genutzt. „Das Weihnachtsgeld trägt ein Stück weit dazu bei, dass der Einzelhandel seinen Umsatzhöhepunkt zum Jahresende erreicht“, so Olaf Roik, Chefvolkswirt des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Doch auch für die Altersvorsorge, für größere Anschaffungen oder auch für Reisen verwenden Angestellte die Sonderzahlung.

Haben Angestellte ein Recht auf Weihnachtsgeld?

Das Weihnachtsgeld ist zunächst eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, auf die Angestellte keinen generellen Anspruch erheben können. Eine Ausnahme: Die Sonderzahlung ist in den Tarif- oder Arbeitsverträgen vermerkt oder wird in Betriebsvereinbarungen zugesagt. In diesen Fällen haben Arbeitnehmer jedes Jahr wieder ein Recht darauf. Auch wenn über mehrere Jahre hinweg das Weihnachtsgeld gezahlt wurde, entsteht dadurch häufig ein genereller Anspruch. Um dies zu vermeiden, weisen viele Arbeitgeber jedes Jahr erneut explizit darauf hin, dass das Weihnachtsgeld an die Mitarbeiter freiwillig ausgezahlt wird.

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