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Weniger Gebäude stark von Hochwasser bedroht

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.07.2016

Dank neuem Datenmaterial wurden die Gefahrenklassen für von Hochwasser bedrohte Gebäude neu eingeteilt. Insgesamt sank das Hochwasser-Risiko für 400.000 Adressen. Vor allem Hausbesitzer, deren Eigentum nicht mehr in der höchsten Gefahrenklasse 4 eingeordnet sind, profitieren von Vereinfachungen beim Versicherungsschutz.

Obwohl Unwetter in diesem Jahr für Schäden in Rekordhöhe gesorgt haben, können 58.000 Hauseigentümer in gefährdeten Regionen ihr Gebäude künftig einfacher gegen Hochwasser versichern. Hintergrund ist ein Update des Geo-Informationssytems ZÜRS Geo, der für die Versicherer maßgeblichen Datenbank zur Bewertung von Hochwassergefahren.

Knapp ein Drittel weniger stark von Hochwasser bedrohte Gebäude

Nach der Erweiterung der Datenbasis des Zonierungssystems Überschwemmung, Rückstau und Starkregen, so der vollständige Name der Datenbank, ist die Zahl der als stark von Hochwasser bedroht eingestuften Gebäude in Deutschland um 30 Prozent gesunken, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet. Die Anzahl der Gebäude in der höchsten Gefahrenklasse 4 – Regionen in den statistisch mindestens ein Hochwasser in zehn Jahren zu erwarten ist – ist von 197.000 auf 139.000 gefallen. Hausbesitzer, deren Eigentum nach dem ZÜRS-Update in eine niedrigere Gefahrenklasse umgestuft wurde, können dies nun einfacher und günstiger gegen Elementarschäden versichern.

Nur jedes vierte Gebäude in Hochwasser-Regionen umfassend versichert

Grundsätzlich ist zwar ein Großteil der Gebäude in Deutschland problemlos gegen Elementarschäden versicherbar, in besonders gefährdeten Regionen der Gefahrenklasse 4 gestaltet sich dies in Einzelfällen jedoch schwierig. Bei etwa einem Prozent der Gebäude ist eine Elementarschadenversicherung – wenn überhaupt – nur mit Selbstbehalten oder nach baulichen Maßnahmen möglich. In der Praxis ist jedoch nur jedes vierte Gebäude in der höchsten Gefahrenklasse über eine Elementarschadenversicherung, die in der Regel als Zusatz-Baustein der Wohngebäudeversicherung integriert ist, bei Hochwasser abgesichert.

Für 190.000 Gebäude steigt die Gefahrenklasse

Besonders stark profitierten Hauseigentümer in Nordrhein-Westfalen von detaillierteren ZÜRS-Daten: Die Zahl der in die Gefahrenklasse 4 eingeordneten Adressen fiel um 62 Prozent. Aber auch in Niedersachsen, Sachsen und Thüringen reduzierte sich die Zahl der besonders stark von Hochwasser bedrohten Gebäude jeweils um mehr als die Hälfte. Doch nicht alle Eigentümer profitieren von dem Update: Zwar sankt die Gefahrenklasse für insgesamt 400.000 Gebäude, rund 190.000 Adressen wurden parallel allerdings hochgestuft.

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

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