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Weniger Schüler und Studenten bezogen 2015 Bafög

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.08.2016

Die Zahl der Schüler und Studenten, die Bafög beziehen, ist 2015 gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent gesunken. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Mit der Bafög-Reform, die am 1. August in Kraft getreten ist und ein erweitertes Leistungsspektrum vorsieht, dürfte sich dieser Trend jedoch bald wieder umkehren, so das Bundesamt.

Immer weniger junge Leute beziehen aktuell Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz Bafög. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist die Zahl der Empfänger im Jahr 2015 erneut gesunken. Bereits im Jahr 2014 hatte es weniger Bafög-Empfänger gegeben als im Jahr zuvor.

Abwärtstrend: Immer weniger Schüler und Studenten erhalten Bafög

Schon zum vierten Mal in Folge ist die Zahl der Leistungsbezieher damit laut "Spiegel Online" gesunken – ein deutlicher Abwärtstrend. Rund 870.000 Menschen erhielten 2015 in Deutschland Bafög, das sind rund 54.000 Personen (5,9 Prozent) weniger als 2014. Unter den Bafög-Empfängern waren 2015 rund 611.000 Studenten und rund 259.000 Schüler. Bei den geförderten Schülern machte sich der Rückgang besonders deutlich bemerkbar: Ihre Zahl sank gegenüber 2014 um 6,9 Prozent. Bei den Studenten beträgt der Rückgang 5,4 Prozent. Die Ausgaben für Bafög-Leistungen sanken folgerichtig um rund 170 Millionen Euro auf rund 3 Milliarden Euro, ein Rückgang um 5,4 Prozent. Bereits 2014 war die Gesamtzahl der Empfänger gegenüber 2013 um 3,5 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte.

Bafög-Reform 2016: Mehr Leistungen für Schüler und Studenten

Mit der Bafög-Reform 2016 dürften jedoch wieder mehr Schüler und Studenten Bafög erhalten und damit monatlich mehr Geld auf dem Girokonto haben. Die Bedarfssätze steigen, ebenso der Wohngeldzuschlag und der Kinderzuschlag. Außerdem ist der Weg zur Bafög-Förderung künftig für mehr junge Leute offen als zuvor: Die Einkommensfreibeträge der Eltern steigen, sodass nach Angaben der Bundesregierung rund 110.000 weitere Schüler und Studenten Bafög-berechtigt sein werden. Förderungslücken zwischen Bachelor- und Masterstudium sollen geschlossen werden, indem Bachelor-Studierende so lange Bafög erhalten, bis sie ihr Abschlussergebnis kennen – und nicht mehr nur, bis ihre Prüfungen absolviert sind.

Empfänger dürfen jetzt mehr sparen und dazuverdienen

Zudem steigt der Freibetrag für eigenes Vermögen, sodass die Geförderten mehr Freiräume haben, um Kapital anzusparen. Schüler und Studenten dürfen außerdem künftig mehr Geld dazuverdienen, ohne dass es auf das Bafög angerechnet wird.

Quellen: Statistisches Bundesamt, Handelsblatt, Spiegel Online

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