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Wirtschaftliche Lage: Mehr Gelassenheit angebracht

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.01.2016

Die wirtschaftliche Lage Deutschlands gibt derzeit wenig Grund zur Sorge. Vom Wirtschaftswachstum profitiert die gesamte Bevölkerung, doch insbesondere die Mittelschicht fürchtet sich vor Armut und Abstieg. Der Wirtschaftsweise Lars Feld ruft nun zu mehr Gelassenheit auf. Auch der Zustrom von Flüchtlingen könne der stabilen deutschen Wirtschaft kaum etwas anhaben.

So wenige Arbeitslose wie seit 1991 nicht mehr, Beschäftigungszahlen auf einem neuen Höchststand: Die wirtschaftliche Lage Deutschlands ist derzeit hervorragend. Dennoch prägen Angst vor Armut und finanzielle Sorgen die Gedanken vieler Bundesbürger. Angesichts dieser Diskrepanz ruft der Freiburger Ökonom und Wirtschaftsweise Lars Feld zu mehr Gelassenheit auf, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) mit Bezug auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtet. Feld gehört dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an. Dessen fünf Mitglieder werden umgangssprachlich auch als „Wirtschaftsweise“ bezeichnet.

Weiteres Wirtschaftswachstum möglich

„Deutschland geht es gesamtwirtschaftlich so gut wie nie“, sagte Feld der dpa. Nicht nur die Arbeitslosigkeit sei gesunken, viele Deutsche könnten zudem auf ihren Girokonten höhere Lohn- und Gehaltseingänge verzeichnen. Im Zusammenspiel mit den niedrigen Zinsen sorge dies für eine hohe Konsumbereitschaft. Auch die öffentlichen Finanzen sind laut Feld solide und es bestehe ein „gutes und kontinuierliches Wirtschaftswachstum“. Dafür, dass sich die wirtschaftliche Lage Deutschlands in absehbarer Zeit verschlechtern könnte, gibt es nach Einschätzung des Wirtschaftswissenschaftlers derzeit keine Anzeichen. Im Gegenteil: Die Aussichten für ein weiteres Wirtschaftswachstum sind Feld zufolge günstig.

Zustrom von Flüchtlingen gefährdet wirtschaftliche Lage nicht

Das Wirtschaftswachstum komme allen Bevölkerungsschichten zugute, eine zu große Schere zwischen Arm und Reich sei nicht zu befürchten, erklärte Feld. Trotzdem würde vor allem die Mittelschicht, die besonders von den steigenden Einkommen profitiert, von finanziellen Sorgen und der Angst vor einem Abstieg geplagt. Dieses Verhalten sei allerdings nicht untypisch: „Die Ängste werden umso größer, je besser es den Leuten geht“, so der Wirtschaftsweise. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei stabil genug, um auch den massiven Zustrom von Menschen aus Krisengebieten zu verkraften. Allerdings müsse dabei mehr als bislang in die berufliche Qualifikation der Flüchtlinge investiert werden. Feld geht für 2016 von zusätzlichen Kosten zwischen 11 und 14,3 Milliarden Euro zur Bewältigung der Flüchtlingskrise aus.

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