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Bruttoinlandsprodukt steigt überraschend stark

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.02.2015

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist Ende 2014 deutlicher gewachsen, als bisher erwartet. Das starke Wirtschaftswachstum stimmt Ökonomen geradezu euphorisch. Trotz politischer und wirtschaftlicher Krisen in Europa sehen jetzt auch die Prognosen für 2015 sehr positiv aus. Anlagen in Börsenwerten könnten sich in diesem Jahr entsprechend gut entwickeln.

Ökonomen freuen sich über das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt jetzt in einer Pressemitteilung bekannt gab, stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2014 deutlich stärker, als bisher erwartet. Die zeitweilige Krise in der Mitte des vergangenen Jahres konnte damit überraschend gut überwunden und auf Jahressicht sogar ausgeglichen werden. Volkswirte zeigten sich geradezu überrascht von den positiven Meldungen der Statistiker aus Wiesbaden.

Bruttoinlandsprodukt übertrifft alle Erwartungen

Von Oktober bis Dezember übertraf die deutsche Volkswirtschaft mit einem Plus von 0,7 Prozent die Erwartungen um mehr als das Doppelte. Zuletzt war das Statistische Bundesamt von einem geringen Wachstum von 0,25 Prozent in diesem Zeitraum ausgegangen. Auf das Jahr hochgerechnet hätte das Wirtschaftswachstum 2014 rund 2,8 Prozent betragen. Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft 2014 aufgrund der Schwächephasen Mitte des Jahres um rund 1,6 Prozent. Dies sei in der Höhe und auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Belastungen überraschend, sagt Volkswirt Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe.

Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts

Als Gründe für das sich unerwartet stark entwickelnde Wirtschaftswachstum führen die Bundesstatistiker gleich mehrere Ereignisse an. So sorgten die Verbraucher durch ihre weiterhin steigende Konsumbereitschaft für wachsende Umsätze. Zudem gilt der niedrige Ölpreis als Wachstumsmotor, denn günstige Energiekosten ermöglichen Verbrauchern und auch Unternehmen, gespartes Geld an anderer Stelle zu verwenden. Bei den Unternehmen konnten die Statistiker feststellen, dass diese wieder mehr in Ausrüstung und Immobilien investierten. Insgesamt konnte ein breites Wirtschaftswachstum festgestellt werden. Sowohl die Exporte von Waren und Dienstleistungen als auch die Importe stiegen kräftig an.

Gute Aussichten für das Wirtschaftswachstum 2015

Auch für 2015 lassen die Rahmenbedingungen auf ein gesundes Wirtschaftswachstum schließen. Bezüglich des niedrigen Ölpreises ist noch keine Veränderung in Sicht. Zudem dürfte sich der günstige Eurokurs positiv auf die Exportnation Deutschland auswirken. Das Bruttoinlandsprodukt spiegelt auch die Einkommen und Umsätze der Arbeitnehmer wider. Aufgrund der geringen Arbeitslosigkeit steht vielen Deutschen ausreichend Geld für Konsumausgaben zur Verfügung. Die niedrigen Zinsen könnten den privaten Konsum wie auch den Zuspruch für Kredite 2015 zusätzlich ankurbeln. Auch Anlagen – vornehmlich in Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen und Depots könnten vor diesem Hintergrund zunehmen. Börsenanlagen und Investments in Unternehmen im Allgemeinen könnten 2015 attraktive Renditechancen bieten, denn die Unternehmen seien wieder bereit zu investieren, sagt Andreas Rees, Chefvolkswirt der Unicredit.

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