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Wirtschaftswachstum: Deutschland legt kräftig zu

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.06.2015

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland befindet sich auf einem guten Weg – das belegen die neuen Prognosen der Bundesbank für 2015 und 2016. Im Vergleich zu früheren Schätzungen hat die Bundesbank die Zahlen deutlich erhöht. Die steigenden Löhne und der abgewertete Euro sind dabei nur zwei Gründe von vielen für diese Entwicklung.

Die Bundesbank hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland veröffentlicht – für die Jahre 2015, 2016 und 2017. Die Experten der Bundesbank erwarten demnach, dass die Wirtschaft dieses Jahr um 1,7 Prozent wächst, 2016 um 1,8 Prozent und 2017 um 1,5 Prozent. Das geht aus der entsprechenden Pressenotiz der Bundesbank hervor.

Die aktuellen Prognosen der Bundesbank übertreffen dabei jene, die die Bank Ende vergangenen Jahres ausgegeben hatte. Damals waren die Frankfurter Finanzexperten von einem Wachstum von 1,0 Prozent für 2015 und von 1,6 Prozent für 2016 ausgegangen.

Wirtschaftswachstum in Deutschland: Gründe für die positive Entwicklung

Gründe für die guten Zahlen werden in der Pressenotiz mehrere genannt. Wichtig sei vor allem, dass sich die deutsche Wirtschaft schneller als erwartet von der Schwächeperiode Mitte 2014 erholt habe. Mittlerweile bestünde wieder eine hohe Binnen- und Außennachfrage nach deutschen Produkten. Die Binnenwirtschaft werde vor allem durch die gute Lage am Arbeitsmarkt und den Zuwächsen bei den Einkommen begünstigt, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Die steigende Nachfrage aus dem Ausland kommentierte Weidmann ebenfalls: „Auch wenn das Auslandsgeschäft gegenwärtig durch dämpfende Effekte aus der Weltwirtschaft beeinträchtigt wird, stehen dem eine stimulierende Euro-Abwertung und die sich festigende wirtschaftliche Erholung des Euro-Raums gegenüber.“ Die Bundesbank rechnet damit, dass die Weltwirtschaft wieder in Schwung kommt.

Niedrige Zinsen, gesunkener Ölpreis, starke US-Wirtschaft

Das „Handelsblatt“ führt weitere Gründe für das gute Wirtschaftswachstum in Deutschland an. Laut dem Wirtschaftsmagazin begründet sich der hohe Binnenkonsum entsprechend nicht nur in den steigenden Gehältern und der hohen Beschäftigung, sondern auch in den niedrigen Zinsen. Die Verbraucher würden lieber konsumieren, als ihr Geld beispielsweise auf dem Tagesgeldkonto anzulegen. Auch der Rückgang des Ölpreises dürfte dem „Handelsblatt“ zufolge eine Rolle gespielt haben. Sowohl Firmen als auch Endverbraucher mussten für Benzin und andere Rohölprodukte seit Mitte vergangenen Jahres nicht mehr so tief in die Tasche greifen.

Der Export deutscher Waren wird laut „Handelsblatt“ nicht nur durch den niedrigen Eurokurs gefördert, sondern auch durch die gute Lage der amerikanischen Wirtschaft. Amerikaner würden dabei vor allem hochpreisige deutsche Produkte aus den Luxus- und Maschinensegmenten kaufen.

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