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Wohlstandsindex: Mehr Deutsche sind wohlhabend

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.06.2015

Die Deutschen sind offenbar gar nicht so unzufrieden, wie vielfach angenommen. Die Zahl derjenigen, die sich selbst als wohlhabend bezeichnen, ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil der sogenannten Wohlstandsverlierer zurückgegangen. Dies geht aus dem aktuellen Nationalen Wohlstandsindex hervor. Klar wird darin auch, dass Wohlstand für die Deutschen immer noch in erster Linie materiell geprägt ist.

Beinahe jeder zweite Deutsche empfindet sich selbst als wohlhabend. Dies geht aus dem jüngst vorgestellten Nationalen Wohlstandsindex (NAWI-D) hervor, der von dem Zukunftsforscher Horst Opaschowski in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos erstellt wurde.

Deutlicher Anstieg der Wohlhabenden

Hinsichtlich des Gesamtwohlstandes im Jahr 2015 gaben 48,4 Prozent der Befragten an, dass Sie sich wohlhabend fühlen würden. Im Vergleich zum Beginn der Datenerhebung im Jahr 2012 bedeutet dies einen deutlichen Anstieg an wohlhabenden Deutschen um 6,1 Prozent. Berücksichtig sind dabei allerdings nicht nur materielle Aspekte. Die Wohlstandsdefinition des NAWI-D umfasst neben dem ökonomischen Wohlstand auch individuellen, gesellschaftlichen und ökologischen Wohlstand. Individueller Wohlstand beinhaltet Aspekte wie Gesundheit und ein Leben ohne Zukunftsängste, gesellschaftlicher Wohlstand äußert sich unter anderem in Meinungsfreiheit und einem Leben in Frieden. Ökologische Aspekte sind Naturnähe und eine nachhaltige Lebensweise.

Wohlstand primär materiell definiert

Für den Großteil der Bundesbürger wird Wohlstand dennoch in erster Linie über den Stand des Girokontos und Eigentum definiert. Der Studie zufolge bedeutet Wohlstand für 77 Prozent der Deutschen, keine finanziellen Sorgen zu haben. Mit jeweils 71 Prozent Zustimmung sind ein sicheres Einkommen und der Besitz von Eigentum ähnlich wichtige Wohlstandsfaktoren. Auch ein sicherer Arbeitsplatz und die eigene Altersvorsorge sind wichtige Merkmale persönlichen Wohlstandsempfindens. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass es im Wohlstandsdenken der Deutschen vor allem um substanzielle Bedürfnisse und Sicherheit geht, nicht um individuelle Glücksgefühle. „Sicherheit ist die neue Freiheit der Deutschen“ resümiert Professor Opaschowski treffend.

Was die Deutschen unter Wohlstand verstehen

Mehr Wohlstandsgewinner, weniger Verlierer

Neben dem Anstieg der wohlhabenden Bundesbürger konnten die Forscher eine weitere positive Entwicklung verzeichnen: Der Anteil der sogenannten „Wohlstandsverlierer“ ist im Zeitraum von 2012 bis 2015 von 19,6 auf 16,9 Prozent gesunken. Dies legt die Vermutung nahe, dass Deutschen vermehrt der Aufstieg aus der Mittelschicht gelang, während das Risiko eines sozialen Abstiegs und die Zahl der sozial Ausgegrenzten gesunken ist.

 

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