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Wohnungsbau in Deutschland boomt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.08.2014

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass der Wohnungsbau in Deutschland weiterhin boomt. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum treibt die Anzahl der neuen Bauprojekte in die Höhe. Doch auch beim Umbau von Wohnungen gibt es umfangreiche Zuwächse zu verzeichnen. Eine Entwicklung, die laut Immobilienunternehmen nicht gebremst werden darf.

Die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts, welche der „Welt“ vorliegen zeigen, dass im ersten Halbjahr 2014 wieder mehr Neu- und Umbauten von Wohnungen genehmigt wurden. Der Wohnungsbau in Deutschland setzt seine positive Entwicklung demnach fort und ein Ende des Booms scheint angesichts immer neuer Wachstumszahlen nicht in Sicht. Angesichts der großen Nachfrage an Wohnraum fordern die Immobilienunternehmen, dass die Regierung für ein Neubau-freundliches Klima sorgen muss.

Genehmigungen für Wohnungsbau nehmen weiter zu

Im ersten Halbjahr 2014 genehmigten die zuständigen Behörden 126.800 Projekte im Wohnungsbau. Damit wurden 9,6 Prozent mehr Bauvorhaben gestattet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Angesichts der seit 2010 stetig steigenden Zahlen kann mittlerweile von einem regelrechten Bauboom gesprochen werden. Dabei nahm die Zahl der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser jedoch leicht ab. Der leichte Rückgang von etwa einem Prozent kann allerdings von den steigenden Zahlen im Bereich Wohnungsbau mehr als ausgeglichen werden. Knapp 13 Prozent mehr Wohnungen und Mehrfamilienhäuser wurden genehmigt.

Die mittlerweile konstant hohe Zahl an Bauprojekten für Häuser und Eigentumswohnungen erklärt die „Welt“ mit den dauerhaft niedrigen Zinsen. Durch die geringen Leitzinsen sind Baufinanzierungen so günstig, dass Immobilienunternehmen und private Bauherren mehr Investitionen tätigen. Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland lohnt sich die Investition, denn noch reicht die Zahl der Wohnungen nicht aus, um die Nachfrage vollständig zu decken.

Immobilienunternehmen warnen vor Regulierungen

Damit in Zukunft neue Miet- und Eigentumswohnungen, sowie Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden können, um die große Nachfrage zu bedienen, fordern die Immobilienunternehmen ein Neubau-freundliches Klima. Die Forderung bezieht sich vor allen auf die Mietpreisbremse, welche von der Branche kritisiert wird und das notwendige Wachstum beim Wohnungsbau bremsen könnte. Der Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen Axel Gedaschko fordert daher in der „Welt“, dass Neubauten von der Mietpreisbremse generell ausgenommen werden.

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