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Wohnungseinbrüche: Hoher Schaden für Versicherer

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.04.2016

Im Rahmen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wird jährlich unter anderem festgehalten, wie viele Wohnungseinbrüche in Deutschland polizeilich registriert wurden. Der Bericht des Vorjahres, der voraussichtlich im Laufe der nächsten Wochen offiziell vorgestellt wird, zeigt nun: 2015 hatten Einbrecher Hochkonjunktur. Die Kosten für Versicherer fielen daher extrem hoch aus.

Mehr als eine halbe Milliarde Euro mussten Versicherer für Wohnungseinbrüche in Deutschland im vergangenen Jahr zahlen, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Unternehmen der Versicherungsbranche berichtet.

Versicherer zahlten 2015 höchste Summe seit Jahren an Einbruchopfer

Somit war der Schaden durch Wohnungseinbrüche 2015 so hoch wie seit 1993 nicht mehr. Damals entstanden Versicherungsschäden von insgesamt rund 1,1 Milliarden D-Mark. Allerdings wurden 1993 noch rund 227.000 Wohnungseinbrüche gemeldet, im Jahr 2015 wurden bei ähnlicher Schadenssumme nur 167.136 Fälle polizeilich registriert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete diese Zahl dennoch einen Anstieg von rund zehn Prozent: 2014 mussten Versicherer 490 Millionen Euro zahlen, 152.123 Wohnungseinbrüche wurden registriert. Von einer Dunkelziffer, die diese Statistik verfälschen könnte, ist grundsätzlich nicht auszugehen – denn üblicherweise zeigen Opfer von Einbrüchen diese in jedem Fall an, um über ihre Hausratversicherung entsprechend entschädigt zu werden.

Einbruchschutz und Bankschließfächer als Reaktion auf Wohnungseinbrüche

Voraussichtlich im Mai 2016 wird Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU) laut „Welt“ die Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 offiziell vorstellen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fordert allerdings schon jetzt „mehr finanzielle Mittel für die Beratungsstellen der Polizei und eine noch bessere staatliche Unterstützung für den Einbau von Sicherheitstechnik“. Bereits seit dem 1. April können Eigenheimbesitzer von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine verbessere Förderung für den Einbau von Alarmanlagen sowie einbruchssicherer Fenster erhalten.

Wahrscheinlich liegt in der die gestiegene Zahl an Wohnungseinbrüchen auch ein Grund für die derzeit hohe Nachfrage nach Bankschließfächern. Besonders in Städten und Ballungszentren sind diese sehr gefragt, da hier die Einbruchquote häufig hoch ist. Einige Geldhäuser mussten aufgrund der hohen Nachfrage bereits Wartelisten einrichten.

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