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Wohnungseinbrüche: Viele sind unterversichert

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.04.2016

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Deutschland im vergangen Jahr um knapp zehn Prozent gestiegen. Ein Großteil der Deutschen ist für einen solchen Fall zwar gewappnet und besitzt eine Hausratversicherung. Oft reicht der Versicherungsschutz der Police allerdings nicht aus, um den Schaden komplett abzudecken. Unterversicherung ist ein verbreitetes Problem beim Hausrat.

Angesichts des Rekordhochs an Wohnungseinbrüchen warnen Verbraucherschützer vor einer Unterversicherung des Hab und Guts vieler Bundesbürger. „Wir stellen immer wieder fest, dass bestehende Hausratversicherungen zu lange in den Akten schlummern – und der Versicherungsschutz nicht dem Hausrat angepasst ist“, sagte Elke Weidenbach, Rechtsanwältin und Referentin für Versicherungen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).

Unterversicherung vermeiden: Police regelmäßig überprüfen

Damit die Hausratversicherung im Fall eines Wohnungseinbruchs den entstandenen Schaden auch tatsächlich komplett abdeckt, ist es essenziell, dass Versicherte die Höhe der Versicherungssumme regelmäßig dahingehend zu überprüfen, ob diese dem aktuellen Inventar an Wertgegenständen in der Wohnung entspricht. Das gilt insbesondere dann, wenn Verbraucher sich entschließen, Bargeld angesichts der niedrigen Zinsen nicht mehr der Bank anzuvertrauen und es beispielsweise auf ihr Tagesgeldkonto einzuzahlen, sondern es stattdessen zu Hause aufbewahren.

Hilfreich kann es sein, mit dem Versicherer einen Verzicht auf die sogenannte „Einrede der Unterversicherung“ zu vereinbaren, insbesondere, wenn der Wert des zu versichernden Hausrats häufig schwankt oder nicht genau bestimmt werden kann. Bei einer solchen Vertragsklausel wird eine pauschale Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche abgeschlossen. Meist werden 650 Euro pro Quadratmeter angesetzt, was im Normalfall ausreicht, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

Wohnungseinbrüche: Streit mit der Versicherung keine Seltenheit

Schenkt man Berichten von Verbrauchern Glauben, die ihren Unmut im Internet öffentlich machen, sind Wohnungseinbrüche immer wieder Anlass von Auseinandersetzungen zwischen Versicherten und ihren Versicherern. Verbraucherschützerin Weidenbach sieht hierin allerdings keinen Grund, am Sinn einer Hausratversicherung zu zweifeln. In welchem Umfang die Police nach einem Wohnungseinbruch für den entstandenen Schaden aufkommt, liegt letztendlich in der Hand des Versicherungsnehmers. „Ist der Versicherungsschutz richtig abgeschlossen und kann man dem Versicherer beispielsweise durch Fotos darlegen, was vorhanden war und durch den Einbruch abhandengekommen ist, ersetzt der Versicherer“, so Verbraucherschützerin Weidenbach.

Eine sinnvolle Maßnahme ist es also, regelmäßig das Inventar der eigenen Wohnung und die dort aufbewahrten Wertgegenstände zu fotografieren. Auch wertvolle Neuanschaffungen sollten direkt nach dem Kauf per Foto festgehalten werden. Eine solche Dokumentation des eigenen Inventars hilft zudem auch bei der polizeilichen Anzeige. Diese verlangt nach Wohnungseinbrüchen nämlich ebenfalls eine Liste der gestohlenen Gegenstände. Ärger mit dem Versicherer lässt sich außerdem vermeiden, wenn in der Police ein Verzicht auf die „Einrede der groben Fahrlässigkeit“ vereinbart wird.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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