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Zahl der Arbeitsunfälle 2015 zurückgegangen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.04.2016

Der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zufolge erreichte die Zahl der Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr nach einem leichten Rückgang ein neues Rekordtief. Zugenommen hat allerdings die Anzahl der Unfälle, die Arbeitnehmer auf dem Arbeitsweg erlitten. Zudem wurden 2015 mehr Berufskrankheiten angezeigt als im Vorjahr.

Wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mitteilt, kam es im vergangen Jahr nach den vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zu einem leichten Rückgang der Arbeitsunfälle um 0,5 Prozent. Die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit haben hingegen zugenommen.

Weniger Arbeitsunfälle, mehr Wegeunfälle

2015 ereigneten sich 865.500 meldepflichtige Arbeitsunfälle in der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Sektor, 2014 waren es noch 869.817. Meldepflichtig wird ein Unfall, wenn er zum Tode führt oder wenn der Arbeitnehmer danach drei Kalendertage oder mehr arbeitsunfähig ist. Der Unfalltag wird dabei nicht mitgerechnet. Die Zahl der Wegeunfälle hat dagegen um 2,2 Prozent zugenommen und lag bei rund 178.000 Unfällen, davon endeten 348 tödlich. Insgesamt ist die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle allerdings rückläufig und lag bei 438 Unfällen – dem niedrigsten Wert, der jemals gemeldet wurde. DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer zeigte sich erfreut über diesen Rückgang, betonte aber auch: „Unser Ziel bleibt die Vision Zero: Niemand darf bei der Arbeit das Leben verlieren.“

Die Zahl der meldepflichtigen Schulunfälle ist ebenfalls rückläufig, und zwar um 4,3 Prozent auf rund 1.229.000 Unfälle. Die Schulwegunfälle sind um zwei Prozent auf rund 107.800 zurückgegangen. Allerdings kam es zu einem Anstieg der Unfälle mit tödlichem Ausgang: 60 Schüler und Schülerinnen kamen bei Schul- oder Schulwegunfällen ums Leben – 18 mehr als 2014. Bei Schulunfällen gilt eine Meldepflicht, wenn sie tödlich enden oder wenn eine ärztliche Behandlung erforderlich ist.

Anzeigen einer Berufskrankheit gestiegen

Im vergangenen Jahr wurden den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen 77.000 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit – und damit möglicherweise einer Berufsunfähigkeit – durch Ärzte, Krankenkassen, Arbeitgeber oder die Versicherten selbst gemeldet. Das entspricht einer Zunahme um 7,6 Prozent gegenüber 2014. Diese lässt sich aber unter anderem damit erklären, dass 2015 vier neue Krankheiten in die Berufskrankheitenliste aufgenommen wurden: Das Carpaltunnel-Syndrom, der sogenannte weiße Hautkrebs, das Hypothenar-Hammer-Syndrom und Kehlkopfkrebs durch Exposition gegenüber Schwefelsäuredämpfen. Gerade Hautkrebs und das Carpaltunnel-Syndrom treten sehr häufig auf, sodass ein Anstieg bei den Anzeigen einer Berufskrankheit bereits im Vorfeld zu erwarten war.

Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

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