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Zahlungskontengesetz: Ein Viertel für Kontowechsel

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Zahlungskontengesetz kommt und erleichtert künftig Bankkunden den Kontowechsel von einem Geldinstitut zum anderen. Die Bereitschaft dafür ist da. Jeder Vierte würde laut einer Umfrage der Triodos Bank den neuen Service in Anspruch nehmen.

Zum 18. September tritt das Zahlungskontengesetz (ZKG) in Kraft. Ein zentraler Inhalt: Es vereinfacht den Kontowechsel für die Kunden. Denen kommt die neue Regelung offenbar gerade echt. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Triodos Bank zeigt nämlich, dass jeder vierte Teilnehmer sich den Umzug von einem Geldinstitut zum anderen gut vorstellen kann. Bislang war dies vielen Verbrauchern zu umständlich.

Kontowechsel durch Zahlungskontengesetz leicht(er) gemacht

Das ändert sich jetzt durch das Zahlungskontengesetz. Es sieht vor, dass die alte Bank ihre bisherigen Kunden beim Kontowechsel unterstützt. Für wen das besonders interessant ist, hängt vom Alter ab. Bei den 18- bis 29-Jährigen kann sich fast jeder Zweite (43 Prozent) vorstellen, mit seinem Geld umzusiedeln. Das gilt auch für jeden Dritten (34 Prozent) mit einem höheren Einkommen.

Der kommende Wechselservice ist allerdings nur Anlass, nicht aber der tatsächliche Grund für die bislang schwelenden Umzugspläne. So sind zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten unzufrieden mit den Konditionen und Kosten für ihr aktuelles Girokonto. Jeweils 29 Prozent sind enttäuscht von schlechtem Service und mangelnder Beratung sowie vom Filialnetz.

Banken: Unbelehrbar und intransparent?

Weitere Ergebnisse der Forsa-Umfrage im Auftrag der Triodos Bank: 72 Prozent finden, dass die Banken nichts aus der Finanzkrise gelernt hätten. Ebenfalls für 72 Prozent ist nicht transparent genug, was die Finanzinstitute mit ihrem Geld anfangen. Darauf achten vor allem Kunden mit höherem Einkommen (79 Prozent) und die derzeit Wechselwilligen (82 Prozent).

Das Zahlungskontengesetz schreibt unter anderem vor, dass jeder Verbraucher in Deutschland ungeachtet seiner Bonität das Recht auf ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen hat. Diese Regelung gilt bereits seit dem 19. Juni dieses Jahres. Jetzt kommt der vereinfachte Kontowechsel hinzu. Demnach muss die bisherige Bank binnen 14 Tagen sämtliche Daueraufträge und Lastschriften an ihre Nachfolgerin übertragen. Ziel der europäischen Zahlungskontenrichtlinie ist es, den Wettbewerb unter den Geldinstituten zu stärken.

Quelle: Triodos Bank

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