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Attraktive Zinsangebote: Nicht immer gut

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.03.2013

So manche Bank bietet Kunden zurzeit besonders attraktive Zinsangebote für den Abschluss verschiedener Sparpläne. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, fallen die Sparzinsen der jeweiligen Produkte bei genauerem Hinsehen aber oft sehr viel niedriger aus als angepriesen.

Viele Banken und Versicherungen bieten Kunden derzeit Sparpläne mit vergleichsweise hohen Zinsen an. Die Zinsangebote reichen bei einigen Produkten von 3,5 bis hin zu 7 Prozent. Wer genauer hinsieht, erkennt jedoch, dass die tatsächlichen jährlichen Sparzinsen bei vielen Angeboten weitaus geringer ausfallen, berichtet jetzt das "Handelsblatt". Wer beispielsweise Festgeld sinnvoll anlegen möchte, sollte daher ganz genau hinsehen.

Drei Banken im Test

Um die tatsächliche Höhe von beworbenen Sparzinsen zu untersuchen, verglich das "Handelsblatt" die Zinsangebote von drei verschiedenen Banken:

  • Das "bessere Sparbuch" der CosmosDirekt, bei dem bis zu 3,5 Prozent Zinsen anfallen sollen
  • Die Fondsanlage "Top Invest" der Postbank mit vier Prozent Zinsen
  • Ein sechsjähriger Sparplan der Commerzbank, der mit bis zu sieben Prozent Zinsen wirbt

Das Zinsangebot der Cosmos Direkt bietet nach eigenen Angaben "bis zu" 3,5 Prozent Zinsen. Allerdings gilt das Zinsangebot erst ab dem dritten Jahr des Sparplans. Im ersten Jahr liegen die Sparzinsen hingegen bei 1,6 Prozent, im zweiten bei 2,2 Prozent. Im vierten Jahr wiederum garantiert Cosmos Direkt nur noch 1,25 Prozent Zinsen, während die übrigen 2,25 Prozent als "variabler Zinsüberschussanteil" gelten, der laut dem Vertrag in jedem Jahr neu festgelegt wird.

Auf Gebühren und Laufzeiten achten

Das Zinsangebot der Postbank über vier Prozent gilt zwar zunächst tatsächlich, allerdings nur über einige Monate. Nach Angaben der Zeitung wird die angelegte Geldsumme über sechs Monate schrittweise in einen ausgewählten Fonds umgeschichtet. Zwar bekomme der Sparer dabei Zinsen, müsse für den Fonds je nach Angebot aber auch hohe Gebühren bezahlen, die den Gewinn relativieren können.

Genau hinsehen sollten Kunden laut dem "Handelsblatt" auch bei den beworbenen sieben Prozent Sparzinsen der Commerzbank. Garantiert seien im Jahr tatsächlich nur 0,5 Prozent. Ab dem dritten Jahr nach Abschluss des Sparplans käme dann auf das jeweils letzte Jahr ein schrittweise angehobener Bonus hinzu. Erst nach sechs Jahren würden schließlich sieben Prozent auf die jährliche Sparleistung gezahlt.

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